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Förderprogramme

Für die Anschaffung einer modernen Ölheizung können Sie finanzielle Unterstützung von verschiedenen Seiten her erwarten. Es gibt staatliche Zuschüsse von der BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) sowie zinsverbilligte Kredite mit weiteren attraktiven Konditionen von der KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau). Dabei besteht auch die Möglichkeit, die Programme der BAFA und KfW miteinander zu kombinieren. Zudem haben Sie die Möglichkeit, bis zu 1.200 Euro jährlich (20 Prozent von max. 6.000 Euro) der Kosten für Handwerker bei Ihrer Steuererklärung geltend machen. Doch alles der Reihe nach.

Staatliche Förderungen durch die BAFA

Die BAFA bietet Ihnen ein sog. „Marktanreizprogramm“, durch das Maßnahmen zur Nutzung von erneuerbaren Energien im Wärmemarkt unterstützt werden. Dies bedeutet in der Praxis, dass Sie direkte Zuschüsse beantragen können, mit denen beispielsweise ein neues Brennwertgerät angeschafft wird. Allerdings wird dieser Zuschuss nur dann gewährt, wenn Sie sich eine neue Ölheizung anschaffen, die in allen Punkten den Auflagen und vor allem dem Abgaswerten der Richtlinien entsprechen, die von der BAFA festgelegt wurden.
Interessant ist zu wissen, dass die BAFA nicht nur die Anschaffung einer neuen Ölhiezung bezuschusst, sondern Ihnen auch eine Energiesparberatung durch einen versierten Energieberater in Ihren eigenen vier Wänden finanziert. Auch dieser Fachmann kann Ihnen dabei helfen, die richtigen Förderprogramme zu finden.

Das Marktanreizprogramm der BAFA bietet:

Eine Förderung für bereits bestehender Wohngebäude, wenn zusätzlich zu einer Solaranlage für die Bereitung von warmem Wasser und zur Unterstützung der Heizung ein Brennwertkessel als Ersatz für einen vorhandenen Heizkessel ohne Brennwerttechnik angeschafft wird. Der Zuschuss beträgt 600 Euro. ACHTUNG: den Zuschuss von 600 Euro gibt es nur noch bis zum 30. Dezember 2011. Ab dem 1. Januar 2012 beträgt der Zuschuss nur noch 500 Euro. Das Marktanreizprogramm der BAFA kann mit der steuerlichen Begünstigung durch die Absetzbarkeit von Handwerkerleistungen kombiniert werden.

Weitere Programme der BAFA die evtl. in Frage kommen:

  •  Energiesparberatung „Vor-Ort-Beratung“

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle erreichen Sie unter:

Frankfurter Straße 29-35
65760 Eschborn
Zinsgünstige Kredite durch die KfW-Bankengruppe
Von der KfW-Bankengruppe werden unterschiedliche Förderprogramme angeboten, die sich auf den Neubau ebenso beziehen wie auf Sanierungsmaßnahmen. Grundsätzlich fördert die KfW durch zinsgünstige Darlehen oder vergibt direkte Zuschüsse. Nähere Informationen bekommen Sie bei einem Berater Ihrer Hausbank wie auch auf der Internetpräsenz der KfW. Hier erfahren Sie Einzelheiten zu den Förderprogrammen und welche Kombinationsmöglichkeiten mit anderen staatlichen Förderungen wie dem Marktanreizprogramm der BAFA bestehen.
Wichtig ist für Sie in diesem Zusammenhang zu wissen, dass Sie zinsgünstige Darlehen von der KfW nur dann genehmigt bekommen, wenn Sie mit der Umbaumaßnahme noch nicht begonnen haben. Es gilt also: immer erst den Antrag auf Fördermittel stellen und dann tätig werden.
Zu den KfW-Förderprogrammen für die Ölheizung gehört beispielsweise:
  • „Energieeffizient Sanieren“ – Investitionszuschuss Kfz-Programm 430:

Hierbei werden Ein- und Zweifamilienhäuser geförderte, deren Fertigstellung vor dem 1. Januar 1995 erfolgte. Gefördert werden dabei Einzelmaßnahmen bzw. Maßnahmenpakete für energetische Sanierungen, worunter im Zusammenhang mit der Ölheizung die Brennwerttechnik fällt. Gewährt wird ein 5-prozentiger Investitionszuschuss, jedoch max. 2.500 Euro pro Wohneinheit. Beträgt der Zuschuss weniger als 300 Euro, wird er nicht ausgezahlt. Ölbrennwerttechnik wird mit 400 Euro bezuschusst, Ölbrennwerttechnik in Kombination mit Solartechnik mit 637,50 Euro. Beachten Sie bei diesem Programm bitte, dass es nicht mit dem Marktanreizprogramm oder mit den Steuervorteilen für Handwerkerleistungen kombiniert werden kann.

Weitere Förderprogramme die u.U. von der KfW in Frage kommen sind:
  • Energieeffizient Sanieren – Kredit KfW-Programm 151
  • Energieeffizient Sanieren – Kredit KfW-Programm 152
  • Energieeffizient Sanieren – Sonderförderung KfW-Programm 431
  • KfW-Wohnraum Modernisieren, Variante Standard KfW-Programm 141

Die KfW-Bankengruppe erreichen Sie unter:
Palmengartenstraße 5-9
60325 Frankfurt am Main
http://www.kfw.de

Förderprogramme der Länder und Gemeinden

Die Förderprogramme der Länder und Gemeinden sind sehr unterschiedlich und teilweise gar nicht vorhanden. Ob es in Ihrem Wohnort eine weitere Förderung gibt, können Sie beim Berater Ihrer Hausbank erfahren. Des Weiteren finden Sie Ansprechpartner bei den zuständigen Landes- und Kreisbehörden und die die Energieversorger und Stadtwerke können Ihnen Informationen geben. Daneben sind auch die Hersteller der Heizungsbranche ein Ansprechpartner für zinsverbilligte Kredite oder Zuschüsse.

Absetzbarkeiten bei der Steuererklärung

Wie eingangs erwähnt haben Sie auch die Möglichkeit, jährlich bis zu 1.200 Euro der Kosten für Handwerker von der Steuer abzusetzen. Dabei müssen Sie nur wissen, dass Sie 20 Prozent von höchstens 6.000 Euro steuerlich geltend machen können. Ferner ist es unbedingt erforderlich, dass auf der Handwerkerrechnung de Lohn- und die Materialkosten getrennt voneinander ausgewiesen sind. Des Weiteren muss die Rechnung unbedingt über das Girokonto bezahlt werden. Eine Barzahlung ist nicht zulässig. Zudem müssen Sie den Abzug bei Ihrer Jahressteuererklärung gesondert beantragen. Treten in diesem Zusammenhang Unsicherheiten Ihrerseits auf, hilft jeder Steuerberater und auch die Mitarbeiter beim Finanzamt gerne weiter.

So gelangen Sie an die Fördermittel

Es gibt eine Vielzahl von staatlichen Fördermitteln, die vom Bund, den Ländern oder auch von den Gemeinden ausgehen. Da ist es nicht mehr ganz so einfach die geeigneten Fördermittel zu finden. Wenden Sie sich in diesem Zusammenhang einfach an Ihren Bankberater. Er kann nicht nur herausfinden, welche Förderprogramme der KfW oder BAFA für Sie persönlich in Frage kommen, sondern weiß auch auf Länderebene Bescheid. Daneben ist er auch mit regionalen Förderprogrammen vertraut.
Da sämtliche genannten Förderprogramme sich in ihren Bedingungen ändern können oder ganz vom Markt genommen werden, sollten Sie niemals auf die eingehende Beratung durch einen Fachmann verzichten. Sonst laufen Sie Gefahr, viel Geld zu verschenken.