Jetzt Heizölpreise vergleichen!




Welche Heizölsorten gibt es?

Der flüssige Brennstoff Heizöl wird aus den schwer entflammbaren Anteilen des Erdöls produziert und wird durch die DIN 51603 bzw. die ÖNORM C 1109 in unterschiedliche Heizölsorten unterschieden. Die Unterscheidungen sind dabei nach der Qualität erfolgt, die wiederum von der Dichte, dem Asche- und Schwefelanteil sowie dem Verhältnis von Kohlenstoff zu Wasserstoff abhängig sind.
Im Detail unterschieden werden die Sorten:
  • EL (Extra Leicht)
  • EL schwefelarm
  • L (Leicht)
  • M (Mittel)
  • S (Schwer)
  • ES (Extra Schwer)

Da die Sorten L und M in der Regel aus Teerölen hergestellt werden, werden sie nur noch sehr selten verwendet. Daneben gibt es in Deutschland noch ein recht neues Bio-Heizöl nach der DIN V 51603-6 und ein besonders qualitatives Heizöl, das Heizöl EL Super auch als Premium Heizöl bekannt.

Heizöl EL Standard

Seit Jahrzehnten schon hat sich das Heizöl EL Standard u.a. wegen seiner hohen Wirtschaftlichkeit auf dem Markt etabliert und ist einer der wichtigsten Energieträger. Auch wenn im Allgemeinen die Energiekosten gestiegen sind, stellt sich Heizöl nach wie vor als eine preiswerte Energiequelle dar. Mit einem Liter Heizöl werden rund 10 kWh Energie erzeugt.
Die Bezeichnung EL bei diesem Öl steht für „extra leicht“, was sehr von Bedeutung ist, da es auch schweres Heizöl gibt. Dieses wird wegen seiner besonderen Eigenschaften jedoch nicht für die Raumerwärmung verwendet, da es u.a. für die Verbrennung erst vorgewärmt werden muss.

Heizöl EL Super

Dieses Heizöl ist sozusagen der Ferrari unter den Heizölen. Es wird auch als Premium Heizöl beworben und basiert auf dem Heizöl EL, enthält aber besondere Additive, durch die die Eigenschaften positiv beeinflusst werden. Premium Heizöl kann Ihnen dabei helfen, den Verbrauch zu minimieren, was wiederum die Kosten senkt. Zudem werden Brenner und alle weitere Bestandteile der Heizanlage durch die Verwendung von Premium Heizöl geschont, sodass auch die Wartungs- bzw. Reparaturkosten geringer ausfallen. Begründet ist dies darin, dass Super Heizöl sauberer verbrennt, sodass sich an der Kesselwand keine Ablagerungen bilden können. Damit verringern sich die Kosten von Wartungsarbeiten, Instandsetzungen und dem Austausch des Kessels. Des Weiteren hilft die Minimierung von Rußablagerungen dabei Heizöl zu sparen. Experten fanden heraus, dass nur ein Millimeter Ruß an der Kesselwand den Heizölverbrauch um 4 Prozent stiegen lässt. Auch im Bezug auf die Lagerung ist Heizöl EL Super mit Vorteilen behaftet. Durch dieses Heizöl wird Alterungsprodukten im Öltank vorgebeugt. Dies ist in erster Linie bei sehr großen Lagermengen von Vorteil, da es nicht zu Verstopfungen von Filtern und Düsen kommen kann. Auch dies hilft Geld zu sparen, da Wartungs- und Reparaturkosten minimiert werden. Des Weiteren wird Heizöl EL Super auch Umweltaspekten gerecht. Premium Heizöl verbrennt sauberer und belastet die Umwelt mit bis zu 94 Prozent weniger Emissionen. Daneben gibt es einen Pluspunkt, der recht außergewöhnlich ist: Premium Heizöl duftet. Währen viele andere Heizöle eher einen unangenehmen Geruch mit sich bringen, riecht dieses Heizöl sehr fruchtig.
Das Premium Heizöl wird unter unterschiedlichen Markennamen wie beispielsweise ecotherm, Optiplus oder Thermo Premium verkauft.
Heizöl EL schwefelarm
Das schwefelarme Heizöl ist eine besonders umweltfreundliche Heizölsorte, denn es enthält 95 Prozent weniger Schwefel. Während in herkömmlichen Heizöl ist zu 2000 mg/kg Schwefel enthalten sind, sind es beim Heizöl EL schwefelarm höchstens 50 mg/kg. Das schwefelarme Heizöl ist noch nicht sehr lange auf dem Markt erhältlich. Es ist perfekt auf den Einsatz in modernen Anlagen mit Öl-Brennwerttechnik abgestimmt, kann aber auch in zahlreichen herkömmlichen Feuerungsanlagen verwendet werden. Hinzu kommt, dass es auf dem Markt auch Öl-Brennwertanlagen gibt, für die ausdrücklich diese umweltfreundliche Variante vorgeschrieben ist.
Das Heizöl EL schwefelarm verbrennt besonders sauber, sodass die schädigenden Emissionen auf ein Minimum reduziert werden können. Somit gibt es auch keine Ablagerungen im Kessel, was diesen schützt und schont und damit zusätzliche Kosten verhindert.
Des Weiteren sollten Sie wissen, dass schwefelarmes Heizöl seit 2009 steuerbegünstigt ist, denn es ist mit dem Steuersatz für Standard-Heizöl EL belegt.
Heizöl EL Bio 10
Seit Juni 2009 können Sie als Verbraucher auch Bio-Heizöl tanken, denn Bio ist die Zukunft. Angeboten wird es von Shell und dem Markennamen Shell Thermo plusBio10 und enthält bis zu 10 Prozent Öl aus biogenen, nachwachsenden Rohstoffen. Zugelassen ist es für alle Ölheizungsanlagen und kann auch ohne Weiteres mit herkömmlichem Heizöl gemischt werden. Das Bio-Heizöl enthält höchstens 0,0010 Prozent, das sind 10 mg/kg, Schwefel. Das sind 80 Prozent weniger als schwefelarmes Heizöl. Vergleicht man Bio-Heizöl mit herkömmlichem Heizöl, ist es bis zu 99 Prozent umweltschonender.
Damit sich allerdings die positiven Eigenschaften von Bio-Heizöl auf frei entfalten können, sollten Sie den Öltank komplett aufbrauchen und ihn reinigen. Bei all den Vorteilen im Bezug auf die Umweltfreundlichkeit bleibt aber ein bitterer Beigeschmack: der Preis. Gegenüber einem Super Heizöl muss beim Bio-Bruder mit 5 bis 7 Cent mehr pro Liter rechnen werden. Nutzen Sie daher im Bezug auf Bio-Heizöl erst recht unseren Vergleichsrechner für Heizöl– er hilft sparen!

Heizöl S und ES

Heizöl S und ES sind die Heizöle, die in erster Linie in Kraftwerken zum Einsatz kommen. Dieses Heizöl wird der Gruppe der Schweröle zugeordnet und wird derzeit in unterschiedlichen Sorten angeboten. Diese unterscheiden sich vor allem durch den Schwefel- und Metallanteil. Wird schweres Heizöl bei Raumtemperatur gelagert, hat es eine pastöse Konsistenz. Um es überhaupt in einer Heizanlage verwenden zu können, muss es zuvor auf 60 bis 100 Grad Celsius erwärmt werden. Dieser Temperaturbereich ist in der Industrie auch die Lagertemperatur, wodurch enorme Kosten verursacht werden, da natürlich Energie für die ständige Erwärmung erforderlich ist. Allein deswegen würde Heizöl S und ES schon gar nicht für den privaten Haushalt in Frage kommen.