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Hamburg - Freitag, 08.07.2011

Weiteres Rekordhoch für Heizölpreise in Sicht

Seit Mittwoch dieser Woche ist der Heizölpreis um satte fünf Prozent gestiegen, sodass die Heizölpreise in Deutschland, Österreich und der Schweiz erneut Kurs auf die Höchststände von Mitte Juni nehmen. Im Tagesverlauf lagen sie gestern sogar noch um das etwas höhere April-Niveau und das obwohl es zu Beginn der Woche kaum Preisbewegungen gab. Innerhalb von drei Tagen aber stiegen die Heizölpreise nun um weniger erfreuliche 5 Prozent.

Experten sehen die Ursache für diesen starken Preisanstieg vor allem in den verbesserten Wirtschaftsaussichten. So gibt es positive Signale vom US-Arbeitsmarkt und die Aktienkurse steigen. Zudem hofft man durch die Aktivität der Europäischen Notenbank darauf, dass die Europäischen Schuldenkrisen überwunden werden können. Gestern sprach sich die Europäische Notenbank für einen Kampf gegen die drohende Staatspleite Portugals aus. Portugal gilt nach Griechenland als der nächste potentielle Pleitekandidat, kann sich aber derzeit darüber freuen, dass die EZB weiterhin portugiesische Staatsanleihen als Sicherheit akzeptiert, auch wenn diese vor kurzem erst auf Ramschstatus abgewertet wurden. Ferner wurde eine Leitzinserhöhung bekanntgegeben.
Gestern veröffentlichte das Department of Energy (DOE) zudem die wöchentlichen Zahlen zum Ölmarkt. Im Einzelnen ergab die Statistik zur Entwicklung der US-Öllagerbestände folgende Werte:
Rohöl: geringer Abbau
Destillate (Heizöl, Diesel): geringer Abbau
Benzin: geringer Abbau
Diese Ergebnisse sorgten zusammen mit der Überwindung charttechnischer Widerstände direkt nach der Eröffnung der New Yorker Nymex für massive Spekulationskäufe. Somit sind die Preisvorteile nach der Freigabe der strategischen Ölreserven durch die Internationale Energieagentur (IEA) hinfällig.
Aktuell kostet in London ein Barrel Rohöl der Sorte Brent rund 117,50 US-Dollar, während der Preis für Gasöl bei ca. 966 US-Dollar pro Tonne liegt.
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