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Hamburg - Montag, 11.07.2011

Ölpreis und Euro geben parallel nach

Nach den Höhenflügen des Ölpreises in der vergangenen Woche startete der Montagshandel ein wenig entspannter. Die neuen Daten über dem US-Arbeitsmarkt sorgten bereits am Freitag für Aufregung, wobei in erster Linie die Aktienkurse nachgaben. Aber auch der Eintritt Italiens in den Kreis der zahlungsunfähigen EU-Kandidaten sorgte für Unsicherheit.

Somit wird der Ölpreis nicht nur weiter durch diese Schuldenkrisen gebeutelt, sondern auch durch den Kurs des Euros. Damit bringen die gesunkenen Ölpreise den Heizölkunden in Deutschland und Österreich rein gar nichts. Lediglich die Schweizer profitieren aufgrund ihres starken Franken.
Hinzu kommt, dass in allen drei Ländern aufgrund der Ferienzeit und der Preissprünge in der letzten Woche die Nachfrage drastisch gesunken ist. Viele Verbraucher befinden sich wieder in Wartestellung und es ist fraglich, ob und wann bessere Heizölpreise an den Markt zurückkehren. Experten gehen davon aus, dass sich der Ölpreis erst mal auf dem jetzt erreichten Niveau einpendeln wird. Fraglich ist zudem, wie es mit dem Wechselkurs des Euros weitergehen wird. Dieser ist bislang vor einem Absturz dadurch geschützt, dass dem US-Dollar enorme Stabilitätsprobleme nachgesagt werden.
Ob der Ölpreis in dieser Woche genauso schnell sinken kann, wie er in der Vorwoche gestiegen ist, bleibt die alles entscheidende Frage der nächsten Tage. An der Börse gibt es viele Spannungen, wegen des weltweit steigenden Ölverbrauchs sowie der Angst vor einem massiven Konjunktureinbruch aufgrund der ungelösten Staatsschuldenproblematik.
In London muss heute für ein Barrel Rohöl der Sorte Brent rund 117,00 US-Dollar gezahlt werden, für eine Tonne Gasöl ca. 960 US-Dollar.
Alle Angaben ohne Gewähr.