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Hamburg - Dienstag, 12.07.2011

Talfahrt des Euros hält an

Der Euro stürzt ab und das Heizöl wird teurer, denn seit gestern rangieren die Bankaktien ganz am Ende der Kurslisten, sodass die europäische Gemeinschaftswährung innerhalb nur einer Woche von mehr als 1,45 auf derzeit 1,39 US-Dollar abgestürzt ist.

Die Inlandspreise für Heizöl in Deutschland und Österreich klettern heute weiter und machen sich auf in Richtung Höchststände seit Ende Mai diesen Jahres. Durch die erneute Schwäche des Euros wird nicht nur der Bankensektor immer nervöser. Auch die Preise bei Importgütern wie Öl gehen immer weiter in die Höhe. Freuen kann sich über diese Entwicklung nur die Exportwirtschaft, denn im Ausland werden deutsche Waren entsprechend billiger, sodass mit einer erhöhten Nachfrage zu rechnen ist.
Spannend ist und bleibt es für Heizölkunden mit leerem Tank, denn Anfang Oktober beginnt die neue Heizperiode und da die Heizölpreise seit einigen Tagen eher vom Wechselkurs von Euro zu Dollar abhängig waren als vom Ölpreis, bleibt abzuwarten, wie sich dieser Trend fortsetzt. Eine Beobachtung des Marktes wird zunehmen schwerer. Zudem verschlechtern sich auch immer mehr die Einkaufsbedingungen.
Politik und Zentralbanken müssen dem Euro schnell wieder zu mehr Stabilität verhelfen und ein tragfähiges Konzept mit langfristigen Perspektiven dafür schaffen. Irland, Griechenland, Portugal, Spanien und nun auch noch Italien strapazieren den Euro enorm. Da ist es nur ein schwacher Trost, sich darauf zu verlassen, dass der Dollar ebenfalls nicht gut dasteht.

Ein Barrel Rohöl der Sorte Brent kostet heute in London ca. 116,50 US-Dollar. Für eine Tonne Gasöl müssen rund 960 US-Dollar berücksichtigt werden.
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