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Hamburg - Mittwoch, 13.07.2011

Euro festigt sich, Heizölpreise weiter hoch

Der Devisenhandel war gestern das Thema der Börsianer, denn Fed und EZB treffen sich regelmäßig zu einem Krisengespräch und fassen dort Beschlüsse zur Stabilisierung der entsprechenden Währung, sodass nach einem solchen Treffen meist eine der beiden Währungen beflügelt wird.

Momentan besitzen weder der Euro noch der Dollar Überzeugungskraft, denn gerade die schwache US-Wirtschaft dämpft den Aufwärtstrend des Dollars enorm. Der Euro steht im Vergleich besser dar, auch wenn die Staatspleite Griechenlands droht, es Finanzproblemen in Portugal, Spanien und Irland gibt und nun auch Italien mit zu den Pleitegeiern gezählt werden kann.
Gestern fand wieder ein solches Krisengespräch der Fed und EZB statt. Aus Fed-Kreisen wurden gehäufte Stimmen laut, dass nun eindeutig Unterstützung für die US-Wirtschaft erforderlich sind und so beschloss die EZB in großem Umfang europäische Anleihen zu kaufen. Ferner waren auch die EU-Mitgliedsstaaten recht großzügig, damit eine endgültige Staatspleite Griechenlands vermieden werden kann. Der Euro war der klare Gewinner der Runde und notiert aktuell bei 1,40 Euro pro US-Dollar.
Aufgrund dieser Krisengespräche und der Auswirkungen auf den Devisenhandel traten die Ölnotierungen gestern völlig in den Hintergrund. Dabei war das Handelsinteresse überdurchschnittlich hoch. Der Währungseffekt zeigte sich für Kunden aus Deutschland und Österreich heute positiv, denn der Anstieg des Ölpreises konnte durch den festeren Euro ausgeglichen werden, sodass die Preise nur um 0,10 Euro pro 100 Liter stiegen.
Damit kostet ein Barrel Rohöl der Sorte Brent aktuell in London ca. 118,37 US-Dollar, während eine Tonne Gasöl mit ca. 972 US-Dollar zu Buche schlägt.
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