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Hamburg - Mittwoch, 27.07.2011

Die Heizölpreise treten zum Wochenauftakt auf der Stelle

Die Ölbörsen zeigten sich zum Ende letzter Woche mit einer festen Tendenz und konnten diese auch den gesamten Handelstag beibehalten. Am Freitagnachmittag zeigte sich auch der Euro noch stabil, doch als die ersten Stimmen laut wurden, die die Nachhaltigkeit des Rettungsplans für Griechenland in Frage stellten, verlor der Euro innerhalb weniger Stunden um fast einen ganzen Cent gegenüber dem Dollar. Damit liegt das Wechselverhältnis derzeit bei 1,43 Euro pro US-Dollar.

Nervös schaut man auch auf die weiteren Entscheidungen der Demokraten und Republikaner im Bezug auf die Eindämmung der Schuldenkrise in den USA. Bis zum 2. August muss nicht nur eine Einigung zur Erhöhung der Schuldengrenze herbeigeführt werden, sondern gleich auch ein Sparplan konzipiert werden. Wenn dies nicht geschehen wird, dann ist die USA zahlungsunfähig. Die Auswirkungen die eine Zahlungsunfähigkeit der USA auf den weltweiten Handel haben werden, sind enorm und können Experten zufolge den Geschehnissen vom Herbst 2008 gleichkommen.
Heizölkunden in Deutschland und Österreich sehen sich aufgrund des Auf und Ab der Ölnotierungen und des Euro-Dollar-Verhältnisses gleichbleibenden Heizölpreisen gegenüber. Besser sieht es da schon für die Heizölkunden in der Schweiz aus, denn derzeit retten sich viele Investoren "sicherere Währungen", zu denen der Schweizer Franken gehört. Er erlebt einen wahren Aufschwung gegenüber dem Dollar und so liegt der aktuelle Wechselkurs liegt bei 1,23 Schweizer Franken pro US-Dollar.
Klare Tendenzen über den weiteren Verlauf der Handelswoche gibt es nicht. Interessant wird der Ölstreik der Ölarbeiter in Nigeria, dem drittgrößten Ölexporteur weltweit. Bleibt es bei einem Streik von drei Tagen wird dies keinen Einfluss auf die Preisbildung nehmen. Wird allerdings der Streik verlängert, könnte der Ölpreis einen klaren bullishen Impuls verliehen bekommen. Ein klares bullishes oder bearishes Signal, je nachdem ob oder wie schnell sich die amerikanische Regierung und Opposition zum Thema Anhebung der Schuldengrenze einig wird, wird an den Markt abgegeben. Daher sollten sich Kunden mit einem akutem Heizölbedarf ggf. mit Teilmengen bevorraten. Das aktuelle Preisniveau ist wenig attraktiv, sodass es abzuwarten gilt.

Ein Barrel Rohöl der Sorte Brent kostet in London ca. 118,05 US-Dollar. Gasöl steht bei ca. 978 US-Dollar pro Tonne.
Alle Angaben ohne Gewähr.