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Hamburg - Freitag, 29.07.2011

Keine Veränderung der Heizölpreise

Gestern passierte unter dem Strich nicht viel an den Ölmärkten, auch wenn sich die Notierungen sehr nervös zeigten und versuchten nach oben durchzubrechen. Aufwind bekamen die Preise gestern aufgrund positiver Konjunkturdaten aus den USA. Dennoch wurden die Aufwärtsbewegung gleich wieder durch Gewinnmitnahmen und das Glattstellen von Long-Positionen gestoppt.

Daneben sorgte ein zusätzlicher bullisher Faktor Nervosität am Markt, denn der Tropensturm „Don“ über dem Golf von Mexiko soll am Wochenende in Texas auf das Festland treffen. Inzwischen haben die Ölkonzerne ihre Bohrinseln im Golf evakuiert, was einen Produktionsausfall von knapp 7 Prozent mit sich ziehen wird, so erste Schätzungen. Jedoch schätzt man den Sturm derzeit noch schwach ein und so wird die Produktion wohl schnell wieder aufgenommen werden können. Mit einem Versorgungsengpass ist nicht zu rechnen. Doch man darf nicht vergessen, dass auch ein schwacher Sturm für massive Schäden an den Bohrinseln sorgen kann. Sollte dies eintreten ist nicht auszuschließen, dass die Wiederaufnahme der Produktion durch Reparaturen und Wartungsarbeiten verzögert wird.
Mit einem Blick auf die immer noch fehlende Einigung im Bezug auf die Erhöhung der amerikanischen Schuldengrenze, gehen die Börsianer davon aus, dass solang es keine Einigung gibt, sich auch kein neuer Trend an den Rohstoffbörsen bilden wird. Damit treten die Heizölpreise im deutschsprachigen Raum weiterhin auf der Stelle. Bis Dienstag hat die US-amerikanische Regierung noch Zeit für eine Entscheidung, sodass auch dann erst mit neuen Impulsen auf dem Heizölmarkt zu rechnen ist.

Die heutige Richtung für Heizölpreise liegt bei 117,28 US-Dollar für ein Barrel Rohöl der Sorte Brent und 971 US-Dollar für eine Tonne Gasöl.
Alle Angaben ohne Gewähr.