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Hamburg - Montag, 01.08.2011

USA dürfen mehr Schulden machen – der Ölpreis steigt

Endlich gibt es in den USA eine Einigung über die Anhebung der US-Schuldengrenze. Der Kompromiss von Demokraten und Republikanern muss nun nur noch den Senat überzeugen. Dann würde Präsident Obama ermächtigt, für eine Ausweitung des Haushaltsdefizits bis 2013 sorgen zu müssen, sollte es unausweichlich werden.

Hierbei ist von rund 2 Billionen US-Dollar die Rede. Der Kompromiss sieht vor, dass gleichzeitig der Schuldenstand um 2,4 Billionen Dollar in den nächsten zehn Jahren gesenkt werden muss. Dabei sollen rund 50 Prozent der Kürzungen im Militärhaushalt vorgenommen werden. Seit 2004 haben die USA ihre Staatsschulden fast verdoppelt, vor allem aber ging es seit der Kreditkrise im Jahre 2088 rapide bergauf. In den letzten drei Jahren kamen dann nochmal geschätzte 4,5 Billionen Dollar Schulden hinzu.
Die gesamte letzte Woche schauten die Börsianer bereits gespannt über den großen Teich und warteten auf eine Entscheidung aus dem USA. Klar das heute auch der Ölmarkt und die Aktienbörse entsprechend auf diese neue Entwicklung reagierten. Bei den Aktien aber währte das Kursfeuerwerk nicht lange, denn die Kurse gaben schnell wieder nach und lagen zur Mittagszeit nur noch in einem leichten Plus. Am Ölmarkt halten sich die Notierungen ein wenig fester, wobei auch hier eine Deckelung der Kursphantasien erkennbar ist. Allerdings schaffte es der Gasölpreis nicht über die psychologisch bedeutsame Marke von 1000 US-Dollar je Tonne. Der Rohölpreis (Brent Crude Nordseeöl) pendelte sich auf 120 US-Dollar je Barrel ein. Der Dollar-Kurs steckte zunächst in einer euphorischen Phase, die aber ebenfalls schnell wieder abebbte. Er stieg von 1,435 am Freitag auf einen Gegenwert von 1,445 US-Dollar.
Da aber der Gasölpreis gestiegen ist, ist heute das Heizöl für die deutschsprachigen Heizölkunden ein wenig teurer. Auch wenn es in den USA nun eine Einigung gibt, heißt das noch lange nicht, das der Heizölpreis in den nächsten Tagen nachgeben wird. Es bleibt weiter abzuwarten, zudem die USA nicht das einzige Land mit Finanzproblemen ist. Es gilt zudem die Konjunkturentwicklungen zu beobachten, denn wenn das Wirtschaftswachstum auch noch zu wünschen übrig lässt, wird es erst richtig kritisch.

Heute allerdings ist für ein Barrel Rohöl der Sorte Brent in London ca. 119,20 US-Dollar zu bezahlen und für die Tonne Gasöl ca. 996 US-Dollar.
Alle Angaben ohne Gewähr.