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Hamburg - Dienstag, 02.08.2011

Angst vor neuem Crash macht sich breit

Während gestern Morgen das Marktgeschehen erleichtert über die Beilegung des US-Schuldenstreits die Oberhand gewann, kam am Nachmittag schon die Ernüchterung. Es überwog die Erkenntnis, dass zwar der politische Streit vom Tisch ist, aber nicht das Schuldenproblem an sich und so machte sich Katerstimmung breit.

Die Konjunktursorgen brachten dabei nicht nur den Deutschen Aktienindex DAX zum Absturz, sondern auch den Ölpreis. Heute notierte Rohöl knapp 3 Prozent unter dem Tageshoch von gestern. Noch deutlicher wird die Angst bei einem Blick auf den Währungsmarkt. Während nach großen Tagesschwankungen das Euro/Dollar-Verhältnis nahezu konstant geblieben ist, verloren beide Währungen gegenüber dem Schweizer Franken rund 10 Prozent an Wert im letzten Monat. Damit stehen alle Zeichen auf eine erneute Wirtschaftskrise und es wird einmal mehr deutlich, wie wichtig eine echte Strategie im Kampf gegen die Staatsschulden inzwischen weltweit, ist.
Teilweise werden die Unternehmen noch durch brillante Quartalszahlen gestützt, doch wenn der Konjunkturzyklus zum Erliegen kommt, wird es ungemütlich. Ein erstes Zeichen dafür waren gestern der sinkenden US-Einkaufsmanagerindex. Sinken dann auch noch die Steuereinnahmen, belastet dies die Staatshaushalte zusätzlich.
Für Heizölkunden hat all die Unsicherheit und die damit verbundenen Entwicklungen aber durchaus auch etwas Gutes. Große Bewegungen am Ölmarkt sind nämlich nicht zu erwarten und auch das Verhältnis von Euro zu Dollar scheint konstant. Dies bedeutet, dass in naher Zukunft mit einem geringen Heizölpreis zu rechnen ist.

Heute jedenfalls liegt ein Barrel Rohöl der Sorte Brent in London bei rund 116,20 US-Dollar und Gasöl liegt bei ca. 966 US-Dollar pro Tonne.
Alle Angaben ohne Gewähr.