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Hamburg - Donnerstag, 04.08.2011

Der Ölpreis gibt nach und so wird Heizöl günstiger

Gestern setzte sich der Preisverfall an den Aktienmärkten fort und erreichte wie erwartet auch den Ölmarkt. Am Nachmittag wurden zudem Bestandszuwächse in den US-Lagern gemeldet, sodass der Preisrückgang unterstützt wurde. Dies bedeutete, dass Rohöl (Brent Crude Oil) und Gasöl rund 2 Prozent verloren.

Das Department of Energy (DOE) meldete folgende Daten (Vergleich zur Vorwoche):
Rohöl: leichter Aufbau (+ 1,0 Mio Barrel)
Destillate (Heizöl, Diesel): geringer Aufbau (+ 0,4 Mio Barrel)
Benzin: leichter Aufbau (+ 1,7 Mio Barrel)
Damit zeigt sich auch der Ölmarkt von der Angst vor einer neuen Krise deutlich angeschlagen. Des Weiteren aber konnte sich der Euro gegenüber den Dollar bei einem Wechselkurs zwischen 1,42 und 1,43 Euro pro US-Dollar behaupten. Nach einer Intervention der Schweizer Notenbank konnte sich der Euro auch gegenüber dem Franken stabilisieren.
Heute fallen damit die Heizölpreise in Deutschland und Österreich um rund einen Cent pro Liter. Dennoch kann immer noch nicht erschwinglichen Heizölpreisen gesprochen werden. Zumindest aber stimmt die Richtung und die Chancen stehen ganz gut, dass gerade noch rechtzeitig zur Hauptbevorratungszeit ein Preistief erreicht werden kann. Es gibt neue Perspektiven durch die getrübte Stimmung an den Finanz- und Rohstoffmärkten.
Im Normalfall beginnt Mitte August die große Bevorratungszeit der privaten Haushalte. Sie dauert für gewöhnlich bis Oktober an. Allerdings haben schon seit einigen Jahren die meisten Hausverwaltungen ihre Kaufaktivitäten auf den Herbst und Winter verlegt. Experten gehen davon aus, dass sich bereits in den nächsten Tagen entscheiden kann, ob mit moderateren Weltmarktpreisen zu rechnen ist.

Heute zumindest kostet ein Barrel Rohöl der Sorte Brent in London rund 113,30 US-Dollar, während Gasöl bei ca. 950 US-Dollar pro Tonne steht.
Alle Angaben ohne Gewähr.