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Hamburg - Sonntag, 07.08.2011

Börsenangst weitet sich aus - Ölpreis bricht ein

Gestern verschärfte sich die Ausverkaufsstimmung an den Börsen noch einmal drastisch und schwappte auch über den Ölmarkt. Damit fällt die Bilanz dieser Woche ebenfalls dramatisch aus, denn es sind minus 12 Prozent bei Rohöl und minus 10 Prozent bei Gasöl zu verzeichnen. Der DAX geht mit minus 12 Prozent aus dieser Handelswoche.

Heute morgen erlebten die Ölpreise und Aktienkurse sowas wie den vorläufigen Totalausverkauf und brachen noch um einige Prozent ein. Inzwischen ist eine Erholung zu erkennen, doch ob diese Bestand haben wird, bleibt abzuwarten. Bereits in den letzten Tagen gaben die Kurse vorzugsweise am späten Nachmittag nach, nach der Handelsaufnahme der News Yorker Wallstreet.
Durch diese Entwicklungen haben sich allerdings die Einkaufsbedingungen für Heizöl um einiges verbessert. Private Haushalte wie auch Hausverwaltungen können also kurz vor der typischen Bevorratungszeit ganz entspannt den Heizölpreisen entgegen blicken. Durch den Börsencrash profitieren vor allem Heizölkunden in Deutschland und Österreich, denn hier liegen die heutigen Preise rund 4 Prozent unter denen von gestern. Aufgrund des starken Schweizer Franken gibt es in der Schweiz schon seit mehreren Tagen günstiges Heizöl, sodass hier auch schon die niedrigsten Stände dieses Jahres erreicht sind. Im Euro-Raum ist man davon noch rund 6 Prozent entfernt, denn der Euro ist gestern erneut gefallen, sodass man für ihn aktuell 1,4125 US-Dollar bekommt.
Wie es in der nächsten Woche weitergehen wird, bleibt absolut offen. Denkbar ist eine schneller Erholung der Ölpreise, aber auch ein weiterer Verfall. Die Unsicherheit ist groß, denn durch die Staatsschuldenkrise ist das Vertrauen der Kapitalmärkte enorm gestört.

Heute zumindest kostet in London ein Barrel Rohöl der Sorte Brent ca. 106,50 US-Dollar, während Gasöl bei rund 905 US-Dollar pro Tonne steht.
Alle Angaben ohne Gewähr.