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Hamburg - Dienstag, 09.08.2011

Der zweite Tag einer turbulenten Woche an den Börsen

Heute geht der Kurssturz an den weltweiten Aktienmärkten weiter und auch der Ölpreis befindet sich im Abwärtstrend. Konjunktursorgen und Staatsschuldenkrise ziehen weiter ihre Kreise und so ist alles dass, was Ende Juli noch einen anhaltenden Wert darstellte und was teuer war, in einen gewaltigen Abwärtssog – und das weltweit.

Gestern sah es im europäischen Handel noch ganz nach einer Stabilität aus, doch dann eröffnete Amerika seinen Handel und die Kurse brachen erneut ein. Mit einem Minus von 5 Prozent schloss gestern die New Yorker Wallstreet, der DAX notierte nachbörslich noch schwächer und fiel unter die 6000-Punkte-Marke, die als psychologische Stütze gilt. Was heute kommen wird – keiner weiß es so genau.
„Was des einen Leid ist des anderen Freud“ - ein altes Sprichwort, was wohl derzeit aus Sicht der Heizölkunden auf die Sorgen an den Börsen zutrifft. Durch die derzeitigen Entwicklungen nämlich wird Heizöl heute wieder billiger. Der Heizölpreis im deutschsprachigen Raum fällt um einen weitere Euro und bewegt sich immer mehr in Richtung Juni-Preistief. Es könnte sogar noch günstiger werden, was nun auf den Tagesverlauf ankommt und darauf, wie sich das Euro/Dollar-Verhältnis entwickelt. Nicht zu vernachlässigen ist aber auch die Gefahr einer Gegenbewegung, denn seit nunmehr acht Tagen mit fallenden Notierungen kommt im Normalfall eine Gegenbewegung. Doch was ist in diesen Tagen schon normal?
Interessant wird es am Nachmittag, wenn ab 15:00 Uhr MESZ die US-Notenbank Fed tagt und um 20:15 Uhr ihre Ergebnisse präsentiert. Experten vermuten, dass neben einer Zinsentscheidung auch der erneute Ankauf von US-Staatsanleihen bekanntgegeben werden könnte. Bis dahin können Heizölkunden nur abwarten und unbedingt die Preise im Blick behalten.

Aktuell kostet in London ein Barrel Rohöl der Sorte Brent rund 102,10 US-Dollar und Gasöl liegt bei ca. 874 US-Dollar pro Tonne.
Alle Angaben ohne Gewähr.