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Hamburg - Mittwoch, 10.08.2011

Weitere Turbulenzen an den Börsen

Die Zeichen an der Börse stehen weiter auf Sturm, auch wenn die US-amerikanische Notenbank Fed mit ihrem gestrigen Beschluss über eine langfristige Nullzinspolitik den Markt ein wenig besänftigen konnte. Fakt ist, dass es bis 2013 keine Zinserhöhungen geben wird. Daraufhin reagierte die Wallstreet mit Verzögerungen und schloss schließlich mit einem Plus von 4 Prozent.

Auch der Euro wurde durch die Ankündigung der Niedrigzinsen gestärkt und schlussendlich legte auch der Ölpreis nach einem erneuten Tagestief ein wenig an. Ein Barrel Rohöl notiert derzeit bei 106 US-Dollar und die Tonne Gasöl geht immer weiter in Richtung der 900 US-Dollar-Marke. Stärken konnte sich auch der DAX und pendelt rund um die 6.000 Punkte-Marke.
Nach wie vor stehen die Chancen einer Trendwende bei 50:50, wobei eine kleine Erholung der Ölpreise schon heute zu erwarten ist. Die Heizölpreise sind im Inland mit einem Cent pro Liter leicht angestiegen, denn zum ersten Mal in diesem Jahr wirkt sich die Inlandsnachfrage auf den Heizölpreis aus. Seit Montag ist die Nachfrage enorm gestiegen, sodass mit höheren Großhandelspreisen in den nächsten Tagen zu rechnen ist. Die Lieferzeiten sind jetzt schon gestiegen, sodass Heizölkunden Lieferfristen von bis zu vier Wochen in Kauf nehmen müssen. Ein Ende der Nachfrage ist bislang nicht abzusehen, denn die Keller sind leer und der Winter scheint früher zu kommen, als allen lieb ist.

Aktuell kostet ein Barrel Rohöl der Sorte Brent in London ca. 106,10 US-Dollar, während die Tonne Gasöl derzeit bei rund 899 US-Dollar liegt.
Alle Angaben ohne Gewähr.