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Hamburg - Donnerstag, 11.08.2011

Heizölpreise legen wieder zu

Ruhe will an die Börse wohl noch nicht einkehren. Eher das Gegenteil ist der Fall, denn sie wird immer unberechenbarer. Gestern entwickelten sich der Ölpreis und der Aktienmarkt einmal nicht parallel, wie es in den letzten Tagen der Fall war.

In Frankfurt und News York mussten die Aktienkurse Verlust von 5 Prozent im Durchschnitt einstecken. Der Ölpreis hingegen konnte deutlich zulegen. So schlossen gestern Nordseeöl (Brent Crude Rohöl) und Gasöl mit einem Tagesplus von rund 1,5 Prozent bei 105,60 UD-Dollar pro Barrel bzw. 895 US-Dollar pro Tonne Gasöl. Vor allem die US-Lagerbestandsdaten des DOE unterstützten die Preise. Das Department of Energy veröffentlichte folgende Veränderungen zur Vorwoche:
Rohöl: hoher Abbau (- 5,2 Mio Barrel)
Destillate (Heizöl, Diesel): geringer Abbau (- 0,7 Mio Barrel)
Benzin: leichter Abbau (- 1,6 Mio Barrel)
Damit sind die Konditionen für Heizölkunden in Deutschland und Österreich wieder schlechter. Die rasanten Preisveränderungen sind auch in der sprunghaft gestiegenen Nachfrage begründet. Hinzu kommt, dass sich der Euro deutlich schwächer zeigt.
Wer in diesen Tagen noch keine Heizölbestellung aufgegeben hat, sollte nun auch noch ein wenig warten. Es ist kaum einzuschätzen, wie sich der Markt nach diesen turbulenten Tagen entwickeln wird. Es kann gut sein, dass der Preis bereits in wenigen Tagen wieder spontan nach unten geht. Die Börse reagiert weiterhin nervös auf Neuigkeiten, sodass ein neues Abwärtspotential nicht ausgeschlossen werden kann.

In London muss heute für ein Barrel Rohöl der Sorte Brent rund 107,90 US-Dollar bezahlt werden, während Gasöl aktuellen bei ca. 913 US-Dollar pro Tonne liegt.
Alle Angaben ohne Gewähr.