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Hamburg - Donnerstag, 25.08.2011

Heizölpreise weiter im Aufwind

Heute befinden sich die Ölpreise weiter im klaren Aufwärtstrend, deckelten aber bei 110 US-Dollar je Barrel Nordseeöl. Hier war eine deutliche Tendenz zu Gewinnmitnahmen zu beobachten, denn Ölpapiere wurden verkauft und die neuesten Konjunkturdaten fielen besser als erwartet aus. Ferner stabilisierte sich der Euro oberhalb der Marke von 1,44 US-Dollar.

Gespannt wartete man gestern auch auf die US-Lagerbestandsdaten des DOE, die gestern Nachmittag veröffentlicht wurden. Das Department of Energy meldete folgende Veränderungen zur Vorwoche:
Rohöl: mäßiger Abbau (- 2,2 Mio Barrel)
Destillate (Heizöl, Diesel): leichter Aufbau (+ 1,7 Mio Barrel)
Benzin: leichter Aufbau (+ 1,4 Mio Barrel)

Großartige Reaktionen auf diese Daten blieben aber aus. Damit ist die mittelfristige Entwicklung der Ölpreise von den Konjunkturerwartungen abhängig. Einen Einfluss könnten auch die Fördermengenkürzungen der OPEC-Staaten nehmen und auch die Entwicklungen in Libyen werden sich früher oder später auf die Ölpreise wirken.
Kommt Libyen als wichtiger Öllieferant für die EU zurück, dann wird vor allem der Preis für Brent Öl (Nordseeöl) gedrückt werden. Doch wie schnell Öl aus Libyen geliefert wird, muss sich erst noch zeigen. Einige Ölanlagen sind durch die Kämpfe zerstört und es müssen die gekappten Vertriebskanäle neu aufgebaut werden. Das sich aber die Ölpreise drastisch nach unten bewegen, ist auch durch ein Ende des Kampfs in Libyen unwahrscheinlich.

Ein Barrel Rohöl der Sorte Brent kostet heute in London ca. 110,50 US-Dollar, während die Tonne Gasöl bei ca. 942 US-Dollar liegt.
Alle Angaben ohne Gewähr.