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Hamburg - Dienstag, 06.09.2011

Panik an den Aktienmärkten lässt Ölpreis unbeeindruckt

Wie erwartet blieben gestern die Ölpreise an der Londoner Börse unter Druck und der US-Handel war wegen des Feiertags nur eingeschränkt möglich. Umso spannender wird der heutige Börsentag in den USA.

Doch von den Preisrückgängen des Ölpreises bekommen Heizölkunden im deutschsprachigen Raum fast gar nichts mit, denn der Wert des Euros gegenüber dem Dollar fiel gleichzeitig und so kommt im Inland kein fallender Ölpreis an. Der Euro konnte sich erst heute im Laufe des Vormittags ein wenig erholen, doch lange nicht genug um von neuen Heizölschnäppchen zu sprechen. Daher bleiben auch die Bestellungen bislang eher verhalten. Kaum ein Haushalt denkt momentan daran sich zu bevorraten. Anders das Interesse an der Entwicklung der Heizölpreise, die mit Spannung verfolgt werden. Immer mit der Hoffnung, dass sich endlich die Preise nach unten korrigieren.
Während sich der Ölmarkt gestern alles in allem ganz gut halten konnte, war an den Aktienmärkten immer mehr eine Panik zu spüren. Der DAX endet mit einem Tagesminus von 5 Prozent, sodass Experten immer häufiger Parallelen zum Börsencrash im Herbst 2008 ziehen. Tritt wieder ein Börsencrash ein, dann könnten schnell wieder sinkende Ölpreise im Gespräch sein, denn 2008 fielen auch erst die Kurse am Aktienmarkt, dann brach der bis dato stabile Ölpreis ein.
Natürlich kann niemand garantieren, dass sich ein solche Szenario wiederholt. Doch ausschließen kann es auch niemand mit Gewissheit. Solange die Temperaturen noch mitspielen, ist auch noch ein wenig Zeit bis eine Heizölbestellung zwingend erforderlich wird. Somit kann noch ein wenig auf niedrigere Preise spekuliert werden.

Heute kostet in London das Barrel Rohöl der Sorte Brent rund 111,00 US-Dollar, während die Tonne Gasöl mit ca. 935 US-Dollar zu Buche schlägt.
Alle Angaben ohne Gewähr.