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Hamburg - Dienstag, 04.10.2011Steigende Heizölpreise auch für 2012 vorhersehbar?
Die Zeiten wirklich niedriger Ölpreise sind nach Meinung der meisten Experten vorbei – und das wirkt sich natürlich auch auf die Heizölpreise aus. Dennoch sind die Preisentwicklungen nicht mehr so simpel vorherzusagen wie in der Vergangenheit. Früher galt: Heizöl im Sommer kaufen spart immer Geld. Das ist längst kein Automatismus mehr, und daran sind nicht zuletzt die Spekulationen am Ölmarkt insgesamt schuld. Und das sich die Heizölpreise 2012 ändern ist auch nicht zu erwarten.Â
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Preisentwicklungen kaum noch vorhersehbar
An den Zapfsäulen merken Autofahrer schon länger, dass die Ölpreise zu bestimmten Zeiten automatisch steigen – an Feiertagen und zu Ferienbeginn beispielsweise. Zudem scheint die Währung grundsätzlich einen schlechten Einfluss zu haben. Öl wird in US-Dollar gehandelt. Bei starkem Dollarkurs verteuert sich also das Öl. Umgekehrt wird das Öl aber nicht zwangsläufig günstiger, wenn der Euro stark ist. Verständlich oder gar nachvollziehbar ist das für den Normalbürger schon lange nicht mehr.Â
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Politik und Ölpreise hängen immer zusammen
Steigende Ölpreise kann man auch immer dann erwarten, wenn es zu politischen Schwierigkeiten kommt, besonders im Nahen Osten. Obwohl die Ölproduktion und die Belieferung seit dem Ölboykott von 1973 nie wirklich zu irgendeinem Zeitpunkt von Kriegen oder Revolutionen substantiell bedroht war, ist die Verknappung in den Köpfen ein Schreckgespenst, das auch die Heizölpreise stets ansteigen lässt. Die umgekehrte Richtung lässt sich meist aber gehörig Zeit, denn auch wenn eine Krisenregion sich wieder beruhigt, bleiben die Ölpreise noch lange Zeit relativ hoch.Â
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Spekulanten treiben Ölpreise hoch
Die Antwort liegt in den Spekulationen. Seit Währungen wackeln und der Goldpreis durch die Decke gegangen ist, eignet sich beides nicht mehr so gut für kurzfristige Gewinne durch Spekulationen. Also flüchten viele Anleger in die Ölmärkte. Nur dann, wenn die Wirtschaft insgesamt bedroht ist und ein Absatz von Öl deswegen einzubrechen droht, flüchten die Spekulanten aus dem Öl und es wird spürbar billiger – wie zuletzt während der Finanzkrise. Angebot und Nachfrage am heimischen Endkundenmarkt haben dabei nur sehr wenig mit dem tatsächlichen Ölpreis zu tun. Am ehesten gilt das noch am heimischen Heizölmarkt, denn hier müssen die Anbieter sich wegen der Bevorratung tatsächlich nach der jeweiligen Nachfrage richten. Letztlich bleibt es aber ein Pokerspiel, weil im Winter der Tank nun einmal gefüllt sein muss, egal, was es dann kostet. Daher sollten Verbraucher sich frühzeitig und umfassend informieren und weniger von Tag zu Tag auf einen Preissturz spekulieren.Nachrichten Archiv
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