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Hamburg - Dienstag, 11.10.2011

Nachfrage nach Heizöl steigt stark an

Nachfrage nach Heizöl steigt stark an!Bewegungen beim Heizölpreis sind zum Wochenauftakt nicht zu vermelden und so kostet im Durchschnitt eine 3000-Liter-Lieferung in Deutschland derzeit 82,30 Cent pro Liter. In Österreich müssen die Kunden mit rund 91 Cent pro Liter leben und in der Schweiz sind es ca. 96,50 Rappen pro Liter Heizöl.
 
Während die Ölpreise kaum von der Stelle weichen, bringt der Euro ein wenig Freude und liegt derzeit bei einem Wechselkursverhältnis von 1,351 Euro / US-Dollar. Das entlastet die Importpreise für Öl in die EU spürbar.
Weiterhin bleibt die Lage angespannt und voller Überraschungen. Ist das Ende der Krise erreicht oder geht es munter weiter? Es gibt Gerückte über neue Bankenrettungen mit staatlichen Mitteln, sodass die Finanzmärkte weiterhin instabil sind. In dieser Woche beginnt zudem eine neue Berichtsaison, denn in den Konzernbilanzen wird das dritte Quartal angerechnet. Hier könnten erstmals Spuren einer Konjunktureintrübung in der Realwirtschaft deutlich werden.
Damit bleibt abzuwarten, in welche Richtung sich die Heizölpreise entwickeln. Fakt ist derzeit nur, dass die sinkenden Temperaturen für eine deutliche Belebung der Nachfragesituation nach Heizöl gesorgt hat. Schnell füllen sich in diesen Tagen die Auftragsbücher der Heizölhändler, sodass Verbraucher inzwischen mit Lieferzeiten von rund zwei Wochen rechnen müssen.
Im gestrigen Handelsverlauf ergaben sich Ölpreissteigerungen von bis zu 3 Prozent je Barrel Rohöl und auch Gasöl, dass als Börsenwert für Heizöl und Diesel entscheidend ist, stieg um bis zu 3 Prozent. Dennoch sind die Preissteigerungen für Heizölkunden im Inland noch akzeptabel, denn parallel zum Ölpreis legte auch der Euro kräftig zu und notiert bei einem Gegenwert von 1,366 US-Dollar. Daher ergab sich in der Summe gestern eine Preissteigerung für Heizöl von 0,4 Cent pro Liter.
 
Das es zu Steigerungen der Euro-, Öl-, und Aktienkurse kam, ist vor allem in den Aussichten auf eine kontinuierliche Lösung der europäischen Staatsschuldenproblematik begründet. So gaben Deutschland und Frankreich bekannt, dass es ein neues Rettungspaket geben soll. Sie wollen bis Ende Oktober ein Gesamtpaket zur Lösung der Schuldenkrise präsentieren. Doch bis es soweit ist, wird das Geschehen an der Börse von vielen weitere Einflüssen bestimmt. So steht u.a. die Berichtsperiode über das dritte Quartal an.
Zur Zeit bewegen sich die Heizölpreise in einem Seitwärtstrend und das leider auf hohem Niveau. Das sich in den nächsten Tagen ein Preisrutsch ergeben wird, halten Experten für unwahrscheinlich. Da aber die Witterungsbedingungen die Verbraucher dazu zwingen, ihren Heizöltank zu füllen, freuen sich die Heizölhändler in diesen Tagen über steigende Auftragsvolumina.
 
Zum heutigen Wochenstart liegt der Preis für ein Barrel Rohöl der Sorte Brent in London bei rund 104,80 US-Dollar, während der Preis für eine Tonne Gasöl bei ca. 897 US-Dollar liegt.