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Hamburg - Dienstag, 18.10.2011Heizöl wird geringfügig günstiger
Nachdem der DAX mit einem Stand von 6080 Punkten in die Handelswoche startete, pendelt er sich heute bei einem Stand von 5800 Punkten ein. Einen Minuskurs legten auch die Aktienkurse in Amerika ein und auch der Ölpreis kam deutlich von seinen Höchstständen zurück. Druck übte dennoch die leichte Konjunktureintrübung in China aus, sodass der Ölpreis heute zwischen zwei und drei Prozent günstiger ist. Der Euro macht weiterhin Sorgen, dann er hat sich gegenüber dem US-Dollar im gestrigen Tagesverlauf um rund zwei Cent verbilligt.Damit zahlen Heizölkunden heute zwischen 0,3 bis 0,5 Cent je Liter Heizöl weniger. Das keine größeren Preissprünge nach unten möglich sind ist zum einen im ungünstigen Währungseffekt und zum anderen in der anhaltend hohen Inlandsnachfrage begründet. Doch aufgrund der Jahreszeit wird der Ölpreis wohl schneller nach oben steigen, als er fallen wird, da sind sich die Experten ziemlich sicher. Keine guten Zeiten also für Schnäppchenjäger.
Der Herbst ist in Deutschland angekommen und zeigt sich nicht nur mit bunten Blättern an den Bäumen, sondern bereits mit frostigen Nächten. Frostig wird da auch die Stimmung auf dem Heizölmarkt, denn durch die gestiegene Nachfrage der letzten Tage, hat der Heizölpreis sein Jahreshoch erreicht. Die Heizölhändler machen Überstunden und fahren Sonderschichten, damit die Kunden die jetzt bestellt haben, nicht allzu lange auf die Lieferung warten müssen.
Viele Haushalte waren bislang guter Hoffnung, dass der Ölpreise doch noch einbricht und haben die Bestellung immer weiter hinausgezögert. Doch leider wurden diese Hoffnungen nicht erfüllt und so gingen mit den ersten Minustemperaturen die Bestellungen bei den Heizölhändlern ein. Vor allem die Hausverwaltungen haben bis zuletzt spekuliert, waren nun aber gezwungen Heizöl zu bestellen, ganz gleich wie sich der Preis entwickelte. Und nun ist der Heizölpreis auf seinem Jahreshoch angelangt und das innerhalb nur weniger Stunden.
Doch kaum jemand vermag zu sagen, ob in dieser Handelswoche die Preise auf dem hohen Niveau bleiben, ob sie noch weiter hin die Höhe gehen oder ob einer Erholung eintritt. Denn nicht nur die hohe Nachfrage wirkt sich auf die Preisgestaltung des Heizöls aus, sondern wie gehabt auch die Geschehnisse dieser Welt. Da wir uns mitten in der Berichtssaison befinden und die Quartalszahlen aus der Wirtschaft erwarten, kann da noch die ein oder andere Überraschung auf den Heizölhandel einwirken. Dennoch gehen Experten davon aus, dass sich in Richtung sinkende Ölpreise nicht viel tun wird. Wer also immer noch keine Heizölbestellung aufgegeben hat, sollte sich mit dem hohen Preisniveau anfreunden. Erfahrungsgemäß wird die Nachfrage nach Heizöl im Oktober sehr stark sein und im November ein wenig zurückgehen, bis dann im Dezember nochmal ein Aufschwung kommen wird. Eventuell lässt sich der Heizölpreis mit einer Teilbestellung ein wenig austricksen.
Heute liegt der Preis für ein Barrel Rohöl der Sorte Brent in London bei rund 109,80 US-Dollar. Die Tonne Gasöl liegt heute bei ca. 939 US-Dollar.
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