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Hamburg - Mittwoch, 09.11.2011Heizölpreis zum Wochenauftakt kaum verändert
Die Partystimmung der letzten Woche ist vorbei und so ist es an der Börse wieder ein wenig ruhiger geworden. Es muss nun geschaut werden, was die Rettungspläne wirklich in sich haben und wo neue Probleme bestehen könnten. Die Aktienkurse und Rohstoffe starteten mit einem moderaten Minus in den Handel und der Euro liegt bei einem Gegenwert von knapp 1,403 US-Dollar. Der Euro gab ein wenig nach, ebenso der Ölpreis und so ändert sich am inländischen Preisniveau kaum etwas.Der Oktober ist nun zu Ende und war verhältnismäßig ruhig. Verkaufsspitzen, wie es zuletzt im August der Fall war, gab es nicht. Kein Wunder bei diesem Preisniveau. Wer bestellt hat, tat dies nur aufgrund der Witterungsbedingungen. Dabei entschieden sich viel Kunden zu Teilbestellungen und hoffen weiterhin auf Preiskorrekturen nach unten. Da vielerorts noch von einem sonnigen Herbst die Rede ist, ist mit der nächsten Kaufwelle wohl auch erst dann zu rechnen, wenn es richtig kalt wird. Alternativ müsste sich ein Einbruch der Heizölpreise einstellen. Doch damit ist derzeit nicht zu rechnen.
Weltweit wirkte sich das Ergebnis des EU-Gipfels positiv aus und so ergab sich eine ungeahnte Dynamik, die für Kurssteigerungen sorgte. Bankaktien gingen nach oben, der Euro stieg um rund 2 Prozent gegenüber dem US-Dollar und liegt derzeit bei rund 1,42 US-Dollar. Für deutsche und österreichische Heizölkunden hingegen bedeutet dies eine Nullrunde, denn auch wenn durch den stärkeren Euro die Importpreise sanken, stiegen auf der anderen Seite die Ölpreise in gleichem Maße an. Somit veränderte sich der Heizölpreis kaum. Dennoch wird, sicherlich nur jahreszeitlich bedingt, recht viel Heizöl gekauft.
Experten gehen nicht davon aus, dass sich das derzeit hohe Preisniveau kurzfristig ändern wird. Denn allein aufgrund des Niedrigwasser des Rheins gibt es logistische Aufschläge und auch Berlin meldet knappe Warenbestände in den Großtanklagern.
Wer dennoch nicht die Hoffnung aufgeben möchte, ist sicherlich sehr gut damit beraten, sich eine Teilmenge liefern zu lassen. Erfahrungsgemäß gehen die Preise im Winter wieder nach unten. Doch ob dies auch für dieses Jahr Gültigkeit hat, vermögen nicht mal Experten der Branche zu sagen. Bedenken sollten Heizölkunden aber auch steigende Lieferfristen. Derzeit liegen diese bei ein bis vier Wochen, wobei vor allem im Süden Deutschlands noch längere Lieferzeiten denkbar sind.
Im Vergleich zu gestern haben sich die Ölpreise kaum verändert, denn ein kurzer Einbruch drehte schnell wieder in die andere Richtung und so bleiben die Ölpreise zum Wochenende auf einem recht hohen Niveau.
Während die Nachricht des Todes von Gaddafi keinen Einfluss auf das Börsengeschehen nahm, blickt die Börse gespannt auf den EU-Gipfel zur Eurorettung an diesem Wochenende. Wichtig wird es sein, eine ungeordnete Staatspleite Griechenlands zu vermeiden, um die Stabilität des Euros zu gewährleisten. Ansonsten freut man sich über die Zahlen der Wirtschaft, denn Deutschland verbucht ein Plus bei den Steuereinnahmen. Im Vergleich zum letzten Jahr sind die Steuereinnahmen um rund 30 Milliarden Euro gestiegen. Doch was kommen wird, wenn die Konjunktur im nächsten Jahr einen Einbruch erleben wird, ist noch völlig unklar.
Insgesamt herrschte in dieser Woche wenig Veränderung beim Heizölpreis, sodass man nahezu erfreut darüber sein kann, dass es keine nennenswerten Veränderungen nach oben gab. Dennoch ist der Heizölpreis recht hoch, die Nachfrage steigt dennoch weiter, sodass auch in den kommenden Tagen nicht mit erheblichen Preisreduzierungen zu rechnen ist.
Heute liegt der Preis für ein Barrel Rohöl der Sorte Brent in London bei rund 109,30 US-Dollar. Die Tonne Gasöl liegt bei ca. 955 US-Dollar.
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