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Hamburg - Montag, 28.11.2011

Leichte Entspannung bei Heizölpreisen zu verzeichnen

In den vergangenen Tagen gingen die Heizölpreise leicht zurück, ein Trend, der zunächst auch am Dienstag noch anzuhalten schien, dann aber eher ins Gegenteil umschlug. Dennoch erholte sich der Ölpreis insgesamt im Vergleich zu den vergangenen Tagen. Wirklich günstig ist Heizöl mit einem Preis von knapp unter 89 Euro für 100 Liter aber immer noch nicht – und wird es wohl auch in diesem Winter kaum noch werden. Die Rohölpreise gaben seit vergangener Woche leicht nach, was sich mit einem moderaten Rückgang der Spritpreise und auch beim Heizöl bemerkbar machte. Analysten sehen den Grund dafür in der stabilen Performance, die der Euro in den letzten Tagen verglichen mit dem US-Dollar hinlegen konnte. Dies liegt allerdings weniger an der Stabilität des Euro, sondern an einer ausgeprägten Dollar-Schwäche, die durch die schlechten wirtschaftlichen Nachrichten erneut an Bedeutung gewinnen dürfte.
 

US-Dollar gibt weiter nach


So scheiterte das Vorhaben der US-Regierung, die bevorstehende Haushaltskrise mit einer Zwei-Parteien-Kommission zu lösen. Gestern verkündeten die Verhandlungsführer von Republikanern und Demokraten, dass die Verhandlungen quasi gescheitert sind, die zu einer Einsparung im US-Haushalt in den kommenden Jahren führen sollten. Ohne diese Einsparungen wird es ab 2013 zu vorprogrammierten Einschnitten in der Sozialpolitik und Steuererhöhungen kommen. US-Präsident Obama machte die Republikaner für das Scheitern verantwortlich, da sie keine höheren Steuern für Reiche
mittragen wollten. Erst vor wenigen Monaten hatte die Budget-Krise in Amerika für Schwankungen an den Märkten gesorgt, was sich auch in den kommenden Wochen fortsetzen könnte, zumal Experten aufgrund des Scheiterns der Verhandlungen in Washington mit einer möglichen Herabstufung der Kreditwürdigkeit der USA rechnen.
 

Heizölpreise sinken leicht – keine wirkliche Änderung in Sicht


Schwankungen beim Dollar wirken sich immer auch auf die Ölpreise aus, weil in dieser Währung die Öllieferungen weltweit bezahlt werden. Gibt der Dollar nach, bekommt man für seinen Euro also theoretisch mehr Öl als vorher – wenngleich die Preissenkungen nach diesem Muster die Märkte und Verbraucher deutlich seltener erreichen als Preiserhöhungen im umgekehrten Fall. Die Heizölpreise haben sich jedenfalls in den letzten Tagen als rückläufig erwiesen. Eine wirkliche Kaufempfehlung zum Bunkern eines Vorrats kann angesichts des nach wie vor hohen Niveaus kaum gegeben werden, doch wer aufgrund eines leeren Heizöltanks ohnehin eine Mindestmenge einlagern muss, um über den Winter zu kommen, kann dies ebensogut jetzt tun. Dass die Heizölpreise in dieser Saison noch signifikant sinken werden, ist kaum zu erwarten. Schon im Sommer hatte man vergeblich auf die normalerweise dann sinkenden Tarife am Heizölmarkt gewartet, weswegen nun viele Kunden ohne Vorrat dastehen und gezwungen sind, zu den aktuell recht hohen Preisen zu kaufen. Die Prognose für Heizöl ist und bleibt ungewiss, allerdings scheinen derzeit große Preissprünge sowohl nach oben als auch nach unten eher auszubleiben.