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Hamburg - Freitag, 09.12.2011

Heizölmarkt gibt nach – Vorräte eventuell noch mal auffüllen

Heizölmarkt gibt nach. Vorräte eventuell noch mal auffüllenDie Ereignisse der vergangenen Woche haben zu einem Nachgeben der Heizölpreise geführt. Im Vergleich zur Vorwoche war ein Rückgang von etwa 0,8 Prozent zu verzeichnen. Allein im Vergleich von Donnerstag zu Freitag sank der Heizölpreis für die Standardqualität um 0,6 Prozent auf nunmehr 87,53 Euro pro 100 Liter (bezogen auf eine Abnahmemenge von 3000 Litern).
 

Ölpreis gab im Wochenvergleich leicht nach


Der Ölpreis ist in der vergangenen Woche um etwa 1,3 Prozent gesunken. Die politischen Ereignisse rund um das iranische Atomprogramm haben sich in diesem Zeitraum zwar kaum störend bemerkbar gemacht, doch trat in dieser Woche wieder die Eurokrise in den Mittelpunkt. Zu Beginn der Woche brachten Schlagzeilen über eine mögliche Abstufung Deutschlands und anderer Euro-Musterstaaten durch eine amerikanische Ratingagentur jedoch wieder Unruhe in die Märkte. Dabei bereiteten die Regierungen gerade einen weiteren EU-Krisengipfel vor, um über eine mögliche Reform der Verträge zu sprechen.
 

EU-Krisentreffen stabilisiert Euro


Dieses Krisentreffen ist aktuell mit einem gemischten Ergebnis zu Ende gegangen. Während ein großer Teil der EU-Regierungen einen Vertrag für mehr Haushaltsdisziplin schließen will, hat lediglich Großbritannien die Zustimmung zu einem solchen Vertrag verweigert. Einige weitere Mitglieder wollen zuvor ihre Parlamente befragen, bevor sie sich endgültig entscheiden. Diese in der Nacht zum Freitag getroffenen Entscheidungen machen sich beim Ölpreis unterdessen stützend bemerkbar. Auch der Euro konnte von dieser Entwicklung zunächst profitieren. Aktuell notiert die Gemeinschaftswährung etwas stabiler und ist auch im Vergleich zur Vorwoche insgesamt stabil geblieben.


Heizölpreise rückläufig
Für die Heizölpreise ist derzeit ein leicht rückläufiger Trend zu beobachten. Gerade in den letzten beiden Tagen ist ein Rückgang von rund 1,50 Euro pro 100 Liter Anlass für viele Käufer, jetzt doch noch einmal zuzuschlagen. Obwohl es noch in der Vorwoche nicht so aussah, scheint jetzt ein weiterer Preisrückgang bis Weihnachten denkbar. Allerdings sollten Kunden bedenken, dass ein plötzlicher Kälteeinbruch diese Situation jederzeit umkehren kann, denn in diesem Fall würde natürlich eine höhere Nachfrage die Heizölpreise wieder nach oben treiben.
 
Auf ausreichende Bevorratung beim Heizöl achten!
Für die Bevorratung gilt nach wie vor, dass Verbraucher, die in diesem Jahr noch gar nicht nachgetankt haben, weil sie vergeblich auf günstigere Heizölpreise warteten, dringend ihren Brennstoffvorrat überprüfen sollten. Nichts ist ärgerlicher, als plötzlich wegen eines leeren Tanks möglicherweise den Notdienst am Wochenende anrufen zu müssen. Besonders auch angesichts der nahenden Feiertage kann dies extrem teuer werden, weil eine solche Notbefüllung natürlich mit zusätzlichen Kosten und Feiertagszuschlägen verbunden ist. Bei einer entsprechenden Nachfrage kann sich auch die Lieferzeit bei den Heizölhändlern verlängern, vor allem bei Bestellungen aus dem Internet. Diesen Zeitfaktor sollte man also mit einkalkulieren, wenn der Heizölvorrat schon sehr niedrig ist.
 

Fazit


Am Ende der Woche sehen die Märkte etwas gelassener in die Zukunft, was die Euro- und Schuldenkrise angeht. Zwar besteht noch kein Grund zur Entwarnung, aber die Märkte nehmen die Bemühungen der EU-Staaten wohlwollend zur Kenntnis. Das Veto Großbritanniens spielt dabei nur eine marginale Rolle, weil die Briten nicht zur Eurozone gehören und sich mit ihrer Entscheidung innerhalb der EU auch momentan isoliert haben. Die Heizölpreise geben aktuell nach und sollten vor allem bei niedrigem Tankstand Anlass zu einer – zumindest teilweisen – Befüllung geben.