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Hamburg - Freitag, 16.12.2011Turbulente Woche mit interessanten Ausblicken für Heizölpreise
In der vergangenen Woche haben sich die Nachrichten zunächst um die ablehnende Haltung des britischen Premierministers Cameron hinsichtlich der EU-Vertragsänderungen gedreht. Überraschend dabei war, dass die Briten innerhalb der Europäischen Union plötzlich alleine dastehen. Vor dem Gipfeltreffen hatten Beobachter eigentlich damit gerechnet, dass die Nicht-Euro-Staaten ähnlich wie die Briten nur schwer von einer Zustimmung zu überzeugen sein würden. Dennoch haben 26 der 27 EU-Mitglieder ihr Wohlwollen zu den Plänen Deutschlands und Frankreichs geäußert, wenngleich einige der Nicht-Euro-Staaten noch ihre Parlamente befragen wollen. Die Finanz- und Ölmärkte haben auf diese Nachrichten insgesamt sehr viel gelassener reagiert als zunächst zu erwarten war.Ölpreise geben insgesamt nach
In der Folge gab der Euro jedoch erneut auf breiter Front nach und kommt kaum noch über die 1,30 Dollar-Marke. Normalerweise bedeutet ein stärkerer Dollar auch steigende Ölpreise, doch gerade haben die OPEC-Länder in Wien überraschend eine Erhöhung der Förderquoten beschlossen. Auf dem Rohölmarkt brachen daraufhin die Preise durch Verkäufe von Investoren etwas nach unten ein. Bei den Leitsorten notierte die Ölsorte BRENT um 4,6 Prozent niedriger, während WTI sogar um 5,1 Prozent nachgab. Dieser Rückgang begann am Mittwoch und setzte sich über den Donnerstag hinweg fort. Auch die Heizölpreise gaben inzwischen nach und bewegen sich weiterhin eher nach unten, womit vor einigen Wochen kaum noch zu rechnen war. Analysten schätzen die Lage mittlerweile so ein, dass mit weiteren Abschlägen zu rechnen sein dürfte. Doch um die Feiertage herum kann sich dies auch schnell wieder ändern. Obwohl derzeit kein Wintereinbruch für Deutschland erwartet wird, könnte ein kurzfristiger Temperatursturz die Heizölpreise wieder nach oben jagen.Bei niedrigem Füllstand nicht zu hoch pokern
Bei der Bevorratung spielen die Feiertage natürlich ebenfalls eine große Rolle, denn nicht selten fällt den Kunden erst in letzter Sekunde auf, dass ihr Heizöl zur Neige geht. Wer dann keine Wahl mehr hat, muss bei einem Notdienst kaufen, um nicht im Kalten zu sitzen. Die Heizölhändler lassen sich aber Wochenend- und Feiertagslieferungen natürlich teuer bezahlen. Zudem kann man bei einer Notbelieferung auch kaum noch die Heizölpreise vergleichen. Sollte also der Heizöltank einen bedenklichen Niedrigstand aufweisen, sollte man nicht mehr allzu lange auf einen weiteren Preisrückgang spekulieren, sondern eine Mindestmenge nachbestellen. Kalkulieren Sie auch etwaige Lieferzeiten ein! Wer es sich leisten kann, noch eine Weile zu warten, für den könnte es sich lohnen, erst gegen Februar zu bestellen, denn in den vergangenen Jahren waren die Heizölpreise im Jahresvergleich immer zu diesem Zeitpunkt am niedrigsten.Schlecht gewartete Heizungen verbrauchen mehr Heizöl
Neben dem Vergleichen der Heizölpreise und der Bestellung im Internet oder in Bestellgemeinschaften gibt es einen weiteren wichtigen Faktor, mit dem sich Heizkosten sparen lassen. Wer weniger verbraucht, spart natürlich grundsätzlich Geld. Deswegen empfehlen Verbraucherverbände, die komplette Heizungsanlage von einem Fachmann auf die richtige Einstellung überprüfen zu lassen. Falsch eingestellte und schlecht gewartete Heizungen verbrauchen mehr Heizöl als nötig und verursachen dadurch immense Kosten. Die im Vergleich dazu geringen Wartungskosten können durch die Einsparungen schnell wieder hereingeholt werden.Fazit: Die Heizölpreise entwickeln sich für Kunden derzeit sehr interessant – doch sollte man möglichst vor einem harten Wintereinbruch seine Bestände auffüllen, da das Wetter sämtliche Marktprognosen über den Haufen werfen kann.
Nachrichten Archiv
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