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Hamburg - Freitag, 03.02.2012Höhere Nachfrage lässt Heizölpreise und Lieferzeiten ansteigen
Seit Wochenbeginn haben sich die Temperaturen in Deutschland stetig nach unten entwickelt. Schuld daran ist eine sibirische Kaltfront, die extrem kalte Luft nach Westeuropa transportiert. Die Nachfrage bei den Heizölhändlern hat dementsprechend stark angezogen und die Heizölpreise zum Ende der Woche auf aktuell knapp 88 Cent pro Liter steigen lassen.Außerdem kann es bei Bestellungen inzwischen zu Lieferzeiten kommen, weswegen Haushalte, in denen der Ölstand sehr niedrig ist, nun dringend bestellen sollten, um nicht ohne Heizung dazustehen. Auch zu berücksichtigen ist hierbei, dass bei Notfall-Lieferungen am Wochenende ein Preisvergleich kaum noch möglich ist und gegebenenfalls viel zu hohe Preise gezahlt werden. Die überaus milde Witterung der vergangenen Wochen hatte zuvor ebenso wie die geringe Nachfrage für einen Rückgang der Heizölpreisegesorgt, so dass der Preisbuckel vom Januar aktuell noch nicht wieder erreicht ist. Â
Geben Heizölpreise im Februar wieder nach?
Wie die Preisentwicklung weitergeht, wird in erster Linie von der Witterung der kommenden Wochen abhängen. Noch ist Deutschland von größeren Schneefällen verschont geblieben, welche die Situation nochmals verschärfen würden. Andererseits könnte diese Kaltfront nur ein Zwischenspiel sein. Sollten danach wieder höhere Temperaturen kommen, ist erneut mit einem Rückgang der Heizölpreisezu rechnen. Der Poker zwischen Verbrauchern und Händlern geht also weiter. Normalerweise gehen die Preise im Februar auf ein niedrigeres Niveau zurück. Da aber die „normalen“ Preismechanismen im gesamten vergangenen Jahr kaum gegriffen haben, ist fraglich, ob es dieses Jahr den üblichen Preisrutsch geben wird.  Mineralölfirmen spekulieren bereits auf höhere Ölpreise
Bei den preisbildenden Faktoren spielt nach wie vor der Konflikt mit dem Iran eine bedeutende Rolle. Obwohl das Embargo der EU noch nicht in Kraft ist und somit noch keine direkte Wirkung entfalten kann, sprechen Vertreter der Mineralölfirmen bereits von einem möglichen Preissprung von 20 bis hin zu 40 Prozent, falls die Situation weiter eskaliere. An den Tankstellen war bereits nach Bekanntwerden der Pläne der Europäischen Union wieder eine neue Preisrunde eingeläutet worden. Dies wird von Verbraucherverbänden und Automobilclubs zunehmend kritisiert, denn faktisch bezieht Deutschland nur einen verschwindend geringen Teil seiner Treibstoffe aus Rohöl, das aus dem Iran stammt. Selbst ein kompletter Lieferstopp dürfte sich theoretisch nicht auf den deutschen Markt auswirken, doch die Psychologie der Märkte hat wie üblich ein Eigenleben entwickelt. In den USA geben die Ölmärkte im Vergleich zum Vorjahr mittlerweile allerdings deutlich nach. Die Vorräte sind groß und die Nachfrage besonders beim Heizöl eher gering, weil auch in den Vereinigten Staaten der Winter recht mild ausgefallen ist. Ebenso ging der Verbrauch beim Benzin leicht zurück, so dass die amerikanischen Ölpreiseim Gegensatz zum europäischen Markt wieder einmal sehr viel niedriger notieren.  Eurokurs erholt sich leicht
Nachdem der Euro in letzter Zeit wieder etwas stärker geworden war, ging der Kurs im Vergleich zum Dollar zu Wochenbeginn erneut nach unten, konnte sich zum Wochenende hin aber wieder stabilisieren. Tendenziell geht das Auf und Ab weiter und ändert sich im Prinzip mit jeder neuen Nachricht bezüglich der Schuldenkrise in der EU. Aktuell gibt es wieder Hoffnungen, dass Griechenland endlich den dringend benötigten Schuldenschnitt mit seinen Gläubigern auf die Reihe bekommt. Hilfreich für die Gemeinschaftswährung war auch der Beschluss des EU-Gipfels, automatische Sanktionen gegen Defizitsünder in der Union einzuführen. Lediglich Großbritannien und Tschechien schließen sich dieser Entscheidung nicht an. Die Märkte honorierten dies mit etwas steigenden Kursen. Nachrichten Archiv
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