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Hamburg - Freitag, 01.06.2012

Heizölpreise fallen weiter – Markt aufmerksam beobachten!

Über den gesamten Monat Mai hinweg war ein Abwärtstrend bezüglich der Heizölpreise zu beobachten. Die gute Nachricht ist dabei, dass momentan kein Ende des Preisrutsches abzusehen ist. Aktuell entwickelt sich der Kurs mit weiteren Abschlägen, sodass zu Beginn des Monats Juni der Preis für einen Liter Heizöl um weitere 1,5 Cent zurückgegangen ist. Somit zahlt man momentan durchschnittlich in Deutschland noch knapp über 85 Cent je Liter. Verglichen mit den Höchstpreisen zu Beginn des Jahres ist das schon jetzt eine erhebliche Ersparnis. Analysten erwarten aber noch einen weiteren Preisrückgang, so dass die Empfehlung für Kunden hinsichtlich einer Bestellung weiterhin „Abwarten“ lautet. Wer jetzt die Nerven hat, noch weiter abzuwarten, könnte nochmals einige Euro beim Heizölhändler sparen, zumal die Saison definitiv vorbei ist und somit auch die Nachfrage zurückgegangen ist.  

Heizölpreise folgen niedrigen Rohölmärkten

Am wichtigsten für die Entwicklung der Heizölpreise ist wie üblich die Situation an den Rohölmärkten. Dabei verzeichneten die Warenterminbörsen in den vergangenen Tagen weiterhin starke Verluste. Selbst die teure Nordseesorte BRENT ist nur noch knapp über 100 $ pro Barrel notiert. Bei einzelnen US-Sorten wurden Preise von unter 84 $ gehandelt, was allein hier einen Rückgang von rund 17 Prozent für den Monat Mai entspricht. Für Europa ist die Entspannung an den Rohölmärkten aber nicht so deutlich zu spüren, weil der Eurokurs in gleichem Maße nachgegeben hat. Da Rohöl aber in US-Dollar gehandelt wird, haben sich die Preise an den Tankstellen bislang kaum verändert. Durch das Misstrauen der Märkte in die europäische Gemeinschaftswährung ist der Euro mittlerweile auf dem tiefsten Stand seit 2010 angelangt.  

Saudis: Höchste Fördermengen seit über 20 Jahren

Der Grund für die relativ niedrigen Rohölpreise, denen mit leichter Verzögerung auch die Heizölpreise folgen, liegt in der hohen Förderung bei relativ moderater Nachfrage. Dies bedeutet, dass die Öllager derzeit gut gefüllt sind. So verzeichnet Saudi-Arabien aktuell die größten Fördermengen seit mehr als 20 Jahren. Damit will das Land Befürchtungen entgegentreten, dass ein möglicher Ausfall der iranischen Ölproduktion durch Embargo oder eine etwaige Eskalation im Atomstreit zu Versorgungsproblemen auf den Märkten führen könnte. Man will der Weltwirtschaft zeigen, dass Saudi-Arabien die fehlenden Mengen ohne Probleme ausgleichen kann. Für den Iran selbst wird die Situation unverändert schwierig bleiben, denn durch das Embargo, an dem sich immer mehr Staaten beteiligen, kann das Regime in Teheran kaum noch Öl an den Märkten unterbringen. Die Möglichkeit, das produzierte Öl auf eigenen Tankern zwischenzeitlich einzulagern, ist begrenzt, da schon jetzt ein Großteil der Schiffe zum Bersten gefüllt ist.  

Preisexplosion durch Eskalation im Iran stets möglich

Ungeachtet dieser Entwicklung ist es immer noch nicht zu einem substantiellen Fortschritt beim Streit um das iranische Atomprogramm gekommen. Die nächsten Verhandlungen sollen dann Mitte Juni stattfinden. Inzwischen ist es dem Iran aber offenbar auch gelungen, seine Anreicherung von Uran weiter zu optimieren. Experten gehen davon aus, dass die Waffenfähigkeit des Spaltmaterials damit weiter zugenommen hat. Hier liegt auch weiter die größte Unsicherheit für die Ölmärkte und auch für die Heizölpreise. Denn sollte es doch noch zu einer Eskalation kommen, ist mit einer wahren Preisexplosion zu rechnen. Unabhängig davon, ob es tatsächlich zu einer Verknappung der Ölversorgung kommen würde, reagieren die Märkte hier fast immer irrational. Auf eine solche Entwicklung sollten sich die Kunden vorbereiten, denn schnelles Handeln wäre dann gefragt, um noch von den derzeit relativ günstigen Entwicklungen der Heizölpreise profitieren zu können. Vergleichen Sie also weiter die Tarife bei den Heizölhändlern und bereiten Sie sich darauf vor, zuzuschlagen. Überstürzen Sie aber auch nichts – denn das Ende der Preisabschläge scheint derzeit noch nicht absehbar. Möglich ist auch eine Teilbestellung, um auf der sicheren Seite zu bleiben. Nachbestellen kann man dann immer noch.