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Nachrichten

Hamburg - Dienstag, 31.07.2012

Heizölpreise unbeweglich auf hohem Niveau

Während die letzten Wochen von stärkeren Schwankungen geprägt waren, haben sich die Heizölpreise in der vergangenen Woche unter dem Strich kaum verändert. Mit Handelspreisen zwischen gut 88 und knapp 90 Cent pro Liter (je nach Berechnungsgrundlage) hat sich nicht viel getan. Die Unruheherde im Iran und in Syrien sind zwar nach wie vor ungelöst, doch hat sich die Lage an den Ölmärkten in der letzten Woche zumindest nicht weiter verschärft. Eher im Fokus der Analysten steht momentan wieder die Eurokrise. Hier gab es erneut Störfeuer von verschiedenen Seiten. Erst machte Wirtschaftsminister Rösler (FDP) die Pferde scheu, als er in einem Interview davon sprach, dass ein Euro-Austritt Griechenlands für ihn seine Schrecken verloren habe. In der Folge sprach die Ratingagentur Moody´s erstmals eine negative Bonitätsaussicht für Deutschland aus, die nach Ansicht von Experten auch auf diese Aussage zurückzuführen ist. Denn wenn Griechenland tatsächlich austreten würde, wären viele der Gelder verloren, für die Deutschland derzeit garantiert. Ein solcher Verlust würde sich aber dann wieder direkt auf die deutsche Bonität auswirken. Die Märkte reagierten aber auch angesichts dieser Nachrichtenlage eher gelassen, denn nach wie vor gilt Deutschland als sichere Bank für Anleger.  

Eurokrise dominiert Wirtschaftsdaten

Anleger haben ja auch kaum Alternativen. Wenn sie sich in anderen Ländern orientieren, wie USA, Großbritannien oder auch China, haben sie noch schlechtere Bonitätsaussichten als in Deutschland. Zudem kommt für innereuropäische Anleger an all diesen Standorten das Wechselkursrisiko hinzu. Für die Heizölpreise war dieser Warnruf der Ratingagentur also kaum von Bedeutung – zumal die anderen Agenturen sich der Ansicht von Moody´s bisher nicht angeschlossen haben. Dennoch hat die Rösler-Aussage für Unruhe an den Märkten gesorgt, weil nun wieder über die Auswirkungen spekuliert wird. Denn auch Spanien hat weiterhin ungelöste Probleme und könnte das fragile Eurogebäude noch weiter erschüttern. Gegen Ende der Woche gingen die Ölpreise allgemein wieder nach oben, was sowohl an den Benzinpreisen als auch an den Heizölpreisen abzulesen war. Der Euro notiert wie in den Vorwochen wieder etwas schwächer, was für die Ölkunden in Europa prinzipiell von Vorteil ist, da an den Märkten in Dollar gerechnet wird. Zumindest kann ein schwächerer Euro die leichten Preisanstiege kompensieren.  

Leichter Rückgang der Heizölpreise

Zum Monatsende sind die Heizölpreise aktuell wieder einen Tick zurückgegangen. Die Nachfrage ist nach dem Tiefstand von vor einigen Wochen wieder stark zurückgegangen. Bestellungen derjenigen, die grundsätzlich im Sommer bestellen, lassen noch auf sich warten, da jeder darauf hofft, einen erneuten Preisabschwung ausnutzen zu können. Ausgeschlossen ist eine solche Entwicklung nicht, denn die Wirtschaftsdaten können hohe Ölpreise – und damit auch Heizölpreise – nicht wirklich gebrauchen. Unabhängig davon bleiben die potenziellen Explosionsfaktoren in der Schwebe. Die derzeit eingefrorene Lage im Iran wird nicht ewig andauern. Sowohl Israel als auch die USA haben bereits konkrete Pläne für den Fall, dass die Verhandlungen mit Teheran über das Atomprogramm endgültig scheitern sollten. Gleichzeitig wächst der Druck auf die dortige Regierung, weil die Ölförderung des Landes immer weiter zurückgeht. Das Embargo zwingt die Iraner dazu, ihr Öl auf eigenen Öltankern zwischenzulagern. Diese Kapazitäten sind aber schon seit Wochen am Limit. Der Iran droht im Falle eines Angriffs mit einer Blockade der Meerenge von Hormuz am Persischen Golf, wodurch auch die restlichen Golfstaaten in ihren Exporten behindert wären.  

Prognose bleibt schwierig

Wieder einmal lässt sich eine Prognose, die über einige Tage hinausgeht, kaum treffen. Die Heizölpreise bewegen sich derzeit auf hohem Niveau seitwärts, während es sowohl für weiteren Anstieg als auch für Nachlässe mögliche Szenarien gibt. Wer es sich aufgrund eines noch nicht ganz leeren Öltanks leisten kann, sollte noch eine Weile mit der Bestellung für den Winter warten. Der Sommer ist noch nicht vorbei und die Kurse könnten nochmals sinken. In diesem Fall ist aber ein schnelles Handeln geboten. Den richtigen Zeitpunkt nicht zu verpassen, ist extrem wichtig und nur möglich, indem man sich regelmäßig über die lokalen Heizölpreise informiert.