Jetzt Heizölpreise vergleichen!




Nachrichten

Hamburg - Montag, 20.08.2012

Heizölkosten fast wieder auf Jahreshoch-Niveau

Nach der kurzen Verschnaufpause im Frühjahr sind die Heizölpreise nunmehr bereits seit Juni wieder auf einem steilen Kurs nach oben begriffen. Abgesehen von kurzfristigen Korrekturen zeigt die Preiskurve weiterhin steil nach oben. Aktuell haben sie mit einem Kurs zwischen 92 und gut 94,5 Cent pro Liter (je nach Berechnungsgrundlage) beinahe wieder das Niveau des bisherigen Jahreshochs vom März erreicht. Damals kostete ein Liter Heizöl knapp unter 96 Cent . Für die Besteller ist dies eine schlechte Nachricht, denn von einem Sommertief ist weit und breit nichts zu sehen. Angesichts dieser Entwicklung der Heizölpreise kann nur angeraten werden, weiter abzuwarten. Hoffnung auf einen erneuten Preisrückgang ist am Horizont zumindest nicht ausgeschlossen. Die Börsenkurse deuten darauf hin, dass eine allgemeine Korrektur nach unten einsetzen könnte. Inwiefern das dann auch Auswirkungen auf die Heizölpreise haben wird, bleibt abzuwarten. Kritisch kann es allerdings dann werden, wenn die eigenen Vorräte aufgrund der Preisentwicklung vom Vorjahr nicht aufgefüllt wurden. Steigen die Kurse wider Erwarten noch weiter an, könnte es im Winter sehr teuer für die Kunden werden, die den Preisrückgang vom Frühjahr verschlafen haben.  

Iran exportiert immer weniger Öl

Die Gründe für die hohen Ölpreise sind immer noch die gleichen. Die latente Eskalationsgefahr wegen des Atomkonflikts mit dem Iran wirkt auf die nervösen Märkte wie Koffein auf einen Säugling. Die Ölexporte des Landes sind durch das Embargo mittlerweile auf nur noch knapp über eine Million Barrel pro Tag geschrumpft. Offenbar kann der Iran nicht länger Öl auf seinen übervollen Tankern zwischenlagern – und neue Kunden sind auch nicht in Sicht. Das Nachbarland Irak konnte indes die Lücke an den Märkten weiter schließen und hat seine Exportzahlen auf über drei Millionen Barrel pro Tag steigern können. Mit einer Verknappung ist also durch den Iran zunächst weiter nicht zu rechnen. Für die deutschen Verbraucher würde sich selbst ein kompletter iranischer Lieferstopp kaum auswirken, da hierzulande kaum Öl aus dem Iran verwendet wird . Für die Märkte sind solche Argumente aber zweitrangig, da die psychologischen Elemente weit schwerer wiegen. Das schlimmste anzunehmende Szenario ist für die Ölmärkte eine Blockade der Straße von Hormuz, mit der von iranischer Seite wiederholt gedroht wurde. Dies würde auch den Export der anderen Ölnationen am persischen Golf behindern. Schlagzeilen macht auch das schwere Erdbeben, das einige Dörfer im Iran schwer getroffen hat. Trotz der zahlreichen Todesopfer hat die Regierung in Teheran ausländische Hilfe abgelehnt. Für die Ölproduktionhat das Unglück allerdings keine direkten Auswirkungen. Es wird die Wirtschaft des Landes allgemein aber weiter belasten.  

Heizölpreise reagieren auf allgemeine Preisentwicklung

Der Eurokurs, der für die Kunden hierzulande für die Preisentwicklung bei Treibstoffen direkte Auswirkungen hat, ist in der vergangenen Woche wieder etwas schwächer notiert worden. Bei rund 1,22 US-Dollar für einen Euro liegt der Wert wieder unter dem der Vorwoche. Damit verteuert sich auch der Kauf von Öl und Ölprodukten an den internationalen Rohstoffmärkten, da hier alle Preise in Dollar gebildet werden. Die Heizölpreise reagieren auf diese Entwicklung meist mit etwas Verzögerung. Die Wirtschaftsdaten für den Euroraum bleiben unverändert. Deutschland steht immer noch relativ gut da, doch ein Einbruch der Konjunktur bleibt weiter wahrscheinlich. Die Exportnation China bekommt die Auswirkungen der schlechten Weltwirtschaftslage beim Außenhandel ebenfalls zu spüren. Die Ölpreise steigen auch hier, weswegen die Benzinpreise erstmals seit fünf Monaten wieder nach oben geklettert sind. Analysten erwarten daher einen Rückgang beim chinesischen Ölverbrauch, weil die Nachfrage durch die höheren Preise sinken wird.  

Verbraucher sollten Heizölpreise regelmäßig vergleichen

Die deutschen Verbraucher werden in diesem Jahr offenbar wieder auf eine Geduldsprobe gestellt. Die Heizöl Preise versprachen noch im Mai einen echten Abschwung. Wer sich zu dieser Zeit mit einem Vorrat eingedeckt hat, kann jetzt beruhigt zusehen. Alle anderen werden bis zum Beginn des Winters weiter aufmerksam die Entwicklung der Heizölpreise verfolgen müssen. Deswegen empfiehlt sich auch künftig ein direkter Vergleich der regionalen Lieferkonditionen mit einem Heizölrechner – und zwar nicht erst dann, wenn der Tank fast leer ist.