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Hamburg - Donnerstag, 08.11.2012

Heizölpreise wider Erwarten nicht gesunken – Obama wiedergewählt

Die Präsidentschaftswahlen in den USA sind entschieden – Barack Obama wurde wiedergewählt. Damit ist die Unsicherheit beseitigt, die in den vergangenen Wochen keine Bewegungen in einigen wichtigen Fragen mehr erlaubt hatte, allen voran die Iran- und Syrienkrise. Durch die Bestätigung im Amt kann Obama nun ohne Furcht vor Auswirkungen auf das Wohlwollen der Wähler agieren. Auch eine lange Hängepartie durch die relativ lange Übergangszeit, die es durch einen Wahlsieg Romneys bis Ende Januar gegeben hätte, fällt nun aus. Sowohl die Finanz- als auch die Ölmärkte haben zunächst nicht oder nur sehr gering auf die Nachrichten aus Washington reagiert, was aber auch nicht zu erwarten war. Die Kontinuität wird von den Märkten allgemein zunächst begrüßt. Auf härtere Zeiten kann sich nun der Iran einstellen. Im Streit um das Atomprogramm des Landes hatten die US-Wahlen für einen Stillstand gesorgt, weil man in Teheran zunächst abwarten wollte, wer gewinnen würde. In Israel hatte man auf Romney gesetzt, doch auch Obama hat immer wieder betont, dass eine nukleare Bewaffnung Irans nicht zu tolerieren sei.  

Was tut sich im Iran?

  Im Iran selbst macht sich das Embargo für Ölexporte immer stärker bemerkbar. Die wichtigen Devisen durch den Verkauf der Ölprodukte fehlen in der Staatskasse und beschleunigen den Verfall der Währung. Der iranische Präsident Achmadinejad steht deswegen auch innenpolitisch unter starkem Druck. So wurde er von der mächtigen Geistlichkeit in der vergangenen Woche einbestellt, um über den rapiden Wertverfall des iranischen Rial zu berichten. Um mehr als zwei Drittel hat die Währung inzwischen an Wert verloren, was die ohnehin angeschlagene iranische Wirtschaft weiter ausbremst. Die Sanktionen gelten als Strafmaßnahmen der internationalen Gemeinschaft, um das Land von der Entwicklung einer Atombombe abzuhalten. Obwohl Teheran diese Absicht immer wieder bestreitet, sieht auch die internationale Atomenergiebehörde möglicherweise militärische Zwecke hinter dem Atomprogramm. Die Ölpreise sind zu einem guten Teil durch die Furcht vor einer Eskalation und einer möglichen Blockade des persischen Golfs durch den Iran bewertet. Dies wirkt sich seit über einem Jahr auch preistreibend auf die Heizölpreise aus.  

Ölpreise sinken, Heizölpreise steigen

  Aufgrund der geringeren Nachfrage durch die weltweit nachgebende Konjunktur hatten in den vergangenen Wochen die Ölpreise stark nachgegeben, was die Kunden besonders beim Betanken ihrer Autos gespürt hatten. Bis zu 30 Cent sind die Preise für den Liter Super (E5) zeitweise gesunken. Mitgewirkt an dieser Preisentwicklung hat auch die Tatsache, dass die Bevorratung mit Öl (vor allem in den USA) derzeit ausreichend bis gesättigt ist. Experten hatten daher eigentlich auch mit einem Rückgang der Heizölpreise gerechnet. Diese sind in den letzten Tagen aber wider Erwarten erneut leicht angestiegen und bewegen sich zwischen 93 und 95 Cent pro Liter. Damit liegen die Heizkosten ähnlich hoch wie im vergangenen Jahr. Insgesamt war 2012 wieder von sehr hohen Heizölpreisen geprägt – soviel kann bereits jetzt gesagt werden.  

Sinken die Heizölpreise bald?

  Die Aussichten auf sinkende Heizölpreise stehen derzeit nicht allzu schlecht. Zwar rückte diese Woche wieder die Eurokrise durch die innenpolitischen Schwierigkeiten Griechenlands erneut ins Blickfeld, doch echte Auswirkungen gab es dadurch bislang noch nicht. Während die US-Wahlen auf die Märkte beruhigend bis positiv wirken, hat sich der Hurrikan Sandy auf dem Ölmarkt als unbedeutend herausgestellt. Direkte senkende Effekte sind für die Heizölpreise zwar nicht in Sicht, doch die allgemein niedrigere Preisstimmung beim Öl sollte eine Entspannung um einige Cent bringen. Es gibt natürlich immer eine Unsicherheit hinsichtlich eines möglichen Wintereinbruchs oder der Eskalation politischer Faktoren, doch wer es sich aufgrund der Bevorratungslage leisten kann, sollte derzeit möglichst mit der Heizölbestellung warten. Die Heizölpreise schwanken manchmal derart schnell, dass die Kunden in jedem Fall die aktuelle Entwicklung im Auge behalten sollten. Wie immer gilt: Keinen leeren Tank riskieren und bei einem Absinken der Preise rasch genug zuschlagen, bevor die einsetzende Nachfrage wieder Zuschläge und Wartezeiten nach sich zieht.