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Lukoil

Lukoil ist der größte Mineralölkonzern in Russland. Das international tätige Unternehmen ist im RTS Index gelistet und gilt als der sechstgrößte Ölkonzern der Welt, der börsennotiert ist. Jeden Tag fördert das Unternehmen fast zwei Millionen Barrel Öl und Gas und verfügt über ein Öläquivalent von 20,1 Milliarden Barrel. Weltweit liegt Lukoil damit auf dem zweiten platz nach ExxonMobil und vor BP. Im Bezug auf die Rohölreserven übertrifft der russische Mineralölkonzern alle anderen Unternehmen der Welt, die an der Börse gehandelt werden. Die Rohölreserven von Lukoil betragen 16 Milliarden Barrel, was rund 0,4 Prozent der gesamten Ölreserven der Welt ausmacht.

Die Besitzverhältnisse sind aufgeteilt. So gehört der Konzern mehrheitlich russischen Managern, daneben hält der Ölkonzern Conoco Phillips aus den USA 20 Prozent der Anteile und einen Anteil von 13 Prozent Moskauer Medienberichten zufolge Wagit Alekperow halten. Lukoil erwirtschaftete im Jahre 2008 rund 107,6 Milliarden US-Dollar, woraus sich ein Gewinn von 9,1 Milliarden US-Dollar ergab. Rund 150.000 Menschen sind beim russischen Mineralölkonzern beschäftigt und der Börsenwert belief sich im Jahre 2006 auf 64,8 Milliarden Dollar. Im Jahre 2008 ging die Ölförderung des Unternehmens zum ersten Mal ein wenig zurück, wie die gesamte Ölproduktion des Landes auch. Damit wurden die Spekulationen über ein globales Ölfördermaximum, als „Peak Oil“ genannt, angeheizt, da Russland der größte Erdölproduzent der Welt ist. Zum Unternehmen gehören heute sieben ölverarbeitende Firmen in Osteuropa, die eine Gesamtkapazität von 54,1 Millionen Tonnen pro Jahr besitzen. Ferner hält Lukoil 49 Prozent der ISAB-Raffinerie-Komplex in Sizilien und besitzt zudem einige petrochemische Anlagen in Budjonnowsk, Saratwo und Kalusch.

Die Geschichte des Unternehmens beginnt am 25. November 1991, als auf Anordnung des Ministerrates der Sowjetunion der staatliche Ölkonzern „LangepasUraiKogalymneft“ (LUKOIL) gegründet wurde. Er setzte sich aus mehreren kleineren Erdölförder- und -verarbeitungsbetrieben zusammen. Der Name setzt sich aus den damals drei Hauptfördergebieten Langepas, Urai und Koglym zusammen, die bis heute noch die wichtigsten Fördergebiete des Konzers sind. Im Jahre 1993 wurde das Unternehmen eine Aktiengesellschaft und ging 1994 in die Privatisierung.

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